Mein Wunsch
Wenn Christian Clemens über Horrem spricht, lohnt es sich, gut zuzuhören. Kaum jemand hat mehr über den Stadtteil zu erzählen als der amtierende Schützenkönig der St. Hubertus-Schützenbruderschaft und Mitgründer sowie Vorsitzende der IG Horrem. „Wir wollen Horrem lebenswerter machen“, sagt der Bankkaufmann, der an der Florastraße aufgewachsen ist, aber schon seit 1985 in Horrem lebt. Seit 2006 mitten im Ort. Es liegt ihm viel an seiner Wahlheimat, er betont oft die positiven Seiten: „Horrem ist vielfältig, man wohnt strategisch ideal, Geschäfte und Bahnhof sind nah.“ Clemens weiß um die Probleme des Stadtteils, der „in den 1960er und 70er Jahren durch massive Bebauung verschandelt wurde“ und heute unter hohen Leerständen der Genossenschaftswohnungen leide, die modernisiert und vermehrt von Eigentümern statt Mietern bewohnt werden müssten .
Aber: Horrem ist auch eine integrative Kraft, „das hat sich während des Wirtschaftswunders gezeigt, als die Kumpel aus dem Pott kamen.“ Heute seien es die Migranten, die zu integrieren seien. „Der Islam gehört zu Horrem“, betont Clemens, der hinzufügt, dass es die IG und die Schützen seien, denen Wohl und Wehe Horrems am Herzen liege. Der Dorfanger wurde geschaffen, das ehemalige Pfarrheim als „Haus für Horrem“ erhalten. Jetzt wünscht sich Clemens, dass das alte Gebäude des Horremer Hofs trotz Neubauplänen der Dowobau bleibt. „Ich hoffe, dass dafür ein Weg gefunden wird.“