Mein Zons
Nur ein Jahr ihres Lebens habe sie nicht in Zons gewohnt, und das sei „wirklich schlimm“ gewesen, meint Angelika Dappen, die Vorsitzende der Kultur- und Heimatfreunde Zons. Die 55-Jährige wurde im „Schatten der Windmühle“ geboren. Ihren Mann, einen Nievenheimer, konnten sie und ihre fünf Geschwister, alle Zonser, schnell davon überzeugen, dass man „überall wohnen, aber nur in Zons leben kann“. 16 Jahre hat Angelika Dappen die „Spielschar“ der kfd geleitet, viele Jahre war sie im Zonser Karneval aktiv und ist in die „Bütt“ gestiegen. Und heute macht die Mutter zweier erwachsener Söhne als Waschweib Führungen durch den historischen Ort. Der Zusammenhalt sei es, der die Zonser ausmache, meint sie. „Wen die Zonser einmal in ihr Herz geschlossen haben, der hat dort lange einen Platz.“ Schade findet sie nur, dass denjenigen, die sich für Zons einsetzen, oft zu viele Steine in den Weg gelegt werden.