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Dormagen: 700 Gäste bei Rettungsparty

VON JENS-PETER HILLER - zuletzt aktualisiert: 28.02.2011

Dormagen (NGZ). Um den insolventen DHC Rheinland vor der Pleite zu bewahren, haben Fans eine Rettungsparty veranstaltet. Die Stimmung war nicht nur bei den Gästen gut: Der Insolvenzverwalter kann sich über zusätzliche Einnahmen freuen.

Die Leinwände, auf denen zwischenzeitlich Szenen von Handballspielen des DHC Rheinlands zu sehen waren, erinnerten an den Zweck der Rettungsparty. Tatsächlich stand die Feier voll und ganz im Zeichen des Dormagener Handballs: Die Spieler selbst standen hinter der Theke und versorgten die Gäste, die Musiker verzichteten auf ihre Gagen – viele arbeiteten Hand in Hand zusammen, um einen weiteren Schritt zur Rettung des insolventen Handballclubs zu machen.

Für die Organisatoren war die Party ein Erfolg. Die Gewinne aus den Eintrittsgeldern – 10 Euro pro Person – sowie aus den Getränken werden auf das eingerichtete Spendenkonto verbucht. Rund 400 Karten im Vorverkauf sowie ein großer Ansturm an der Abendkasse zeigten, wie wichtig den Dormagenern der Erhalt des Profi-Handballs in ihrer Stadt ist.

Info

Bilanz der Party

Gäste: Über den Abend waren etwa 700 Gäste anwesend, der Eintritt lag bei zehn Euro.

Versteigerung: 10 Trikots und zwei unterschriebene Bälle brachten etwa 400 Euro.

Grill: Der Fanclub "Blau-Weiß 91" nahm 490 Euro am Grill ein.

Freiwillige Spenden: Rund 750 Euro kamen zusätzlich zusammen.

"Der Handball gehört zu Dormagen", stellte auch DJ Wolle fest, der die Party mitorganisiert hatte. Ihm sei klar, dass die Einnahmen der Party den DHC nicht retten könnten, aber man könne durch sie ein Zeichen setzen. Besonders freute sich der Dormagener über das abwechslungsreiche Programm. Die Rockband Crud, Junta Colonia und Fabienne Rothe trugen unter anderen zur musikalischen Unterhaltung bei.

Jens Vortmann, Torwart des DHC, fand die Unterstützung, die die Fans seinem Team mit der Party zeigten, einfach toll. "Die Veranstaltung ist mit viel Herzblut organisiert", sagte der 23-Jährige. Auch die Versteigerung von zehn Trikots und zwei unterschriebenen Handbällen brachte Geld ein. "Jeder Euro zählt", weiß der Dormagener Buchhändler Jorgos Flambouraris, der ebenfalls zu den Organisatoren gehört. Handball-Fan Michael Beckmann hatte vor zwei Wochen das Spendenkonto eröffnet und verlängerte jetzt die Laufzeit: Mindestens zwei Wochen noch können Fans Geld spenden. Reicht das gesamte Geld nicht für die Rettung, kommen die Partyeinnahmen gemeinnützigen Zwecken zugute.

Info Spendenkonto-Nr. 1000 855 237, Stichwort DHC Rheinland, Sparkasse Neuss (BLZ 305 500 00)

Quelle: NGZ


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