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DHC Rheinland: DHC braucht mehr Spieler

VON VOLKER KOCH - zuletzt aktualisiert: 15.09.2010 - 13:30

Von der Qualität seiner Schützlinge ist Kai Wandschneider nicht erst seit dem Auftaktspiel gegen den THW Kiel überzeugt. Doch dem Trainer des Dormagener HC Rheinland mangelt es vor dem Heimspiel am Freitag gegen die Füchse Berlin an der genügenden Zahl von Spielern.

Info

Füchse Berlin

Aufstieg in die Bundesliga 2007

Vorjahresplatzierung Achter

Zielsetzung Europapokal

Etat 4,4 Millionen (Vorjahr 3,6)

Trainer Dagur Sigurdsson

Stars Silvio Heinevetter, Sven-Sören Christophersen, Konrad Wilczynski und nicht zu vergessen Manager Bob Hanning

Internet www.fuechse-berlin.de

Zwei verletzt, einer angeschlagen, einer zur Nationalmannschaft abkommandiert – bei Handball-Bundesligist Dormagener HC Rheinland wird schon vor dem zweiten Heimspiel Freitagabend (Anwurf um 19.45 Uhr in der HRC-Arena) gegen die mit zwei Siegen in die Spielzeit gestarteten Füchse Berlin die Personaldecke knapp. "Wir können im Training ja nicht mal ja Sechs gegen Sechs spielen", klagt Kai Wandschneider sein Leid.

Der Trainer ist sich der wirtschaftlichen Zwänge beim neugegründeten Bundesliga-Klub sehr wohl bewusst: "Wir sind ja alle froh, dass es hier überhaupt weitergeht. Und mit 1,3 Millionen Euro, dem kleinsten Etat der Liga, kannst du keine großen Sprünge machen." Das um so mehr, als bei den von ihm und Teammanager Thomas Dröge ausgesuchten fünf Zugängen offenbar die Qualität stimmt: "Das hat das Spiel gegen Kiel doch gezeigt", meint Wandschneider.

Doch der Kader umfasst nun einmal nur 13 Feldspieler. Von denen Rechtsaußen Tobias Plaz nach seiner Knieoperation noch bis in den November ausfällt. Linksaußen Michiel Lochtenbergh kann nach einem Anriss der Bauchmuskulatur frühestens am Mittwoch gegen die SG Flensburg-Handewitt wieder mitwirken. Der Einsatz von Abwehrchef Maciej Dmytruszynski ist nach einem Zusammenprall im Training fraglich. Und Linkshänder Kristian Nippes kehrt erst Donnerstag von seinem ersten Lehrgang mit der A-Nationalmannschaft zurück. Wandschneiders Problem: Der "Unterbau" gibt nicht mehr viel her, um den Kader wenigstens zu Trainingszwecken aufzufüllen. "Trotzdem haben wir in dieser Woche sehr gut trainiert", sagt der Handball-Lehrer.

Wobei er als Lehre aus der Auftaktpartie gegen den Deutschen Meister ohnehin ein Lernziel auf den Stundenplan geschrieben hatte, für das es keines prall gefüllten Kaders bedarf: "Wir haben gegen Kiel fast jeden Kampf eins gegen eins verloren", hat Wandschneider nach ausgiebigem Videostudium erkannt. Und leitet daraus die Forderung ab, Freitagabend "einfach mehr Zweikämpfe zu gewinnen."

Ob den Berlinern damit beizukommen sein wird, steht auf einem anderen Blatt: "Die werden diese Saison eine noch bessere Rolle spielen als zuletzt", ist Wandschneider mit Blick auf den Vorjahresachten überzeugt, der seinen von Nationaltorhüter Silvio Heinevetter angeführten Kader durch Nationalspieler Sven Sören Christophersen (Wetzlar), Linkshänder Alexander Petersson (Flensburg) und Mittelmann Denis Spoljaric (RK Celje) verstärkte, Freitag aber auf Michal Kubisztal wegen eines Bandscheibenvorfalls verzichten muss.

Quelle: NGZ


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