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DHC Rheinland: DHC muss dringend nachbessern

VON VOLKER KOCH - zuletzt aktualisiert: 17.09.2010

Der Dormagener HC Rheinland braucht dringend neue Sponsoren. Denn ohne personelle Nachbesserungen dürfte die neuformierte junge Mannschaft im Abstiegskampf der Handball-Bundesliga überfordert sein. Die NGZ verrät, auf welchen Positionen Handlungsbedarf besteht.

Ein Bild mit Symbolcharakter am Mittwochabend: Flensburgs Nationalspieler Jacob Heinl dreht nach einem Torerfolg jubelnd ab, Kristian Nippes und Torhüter Vitali Feshchanka haben das Nachsehen.   Foto:  H. Zaunbrecher
Ein Bild mit Symbolcharakter am Mittwochabend: Flensburgs Nationalspieler Jacob Heinl dreht nach einem Torerfolg jubelnd ab, Kristian Nippes und Torhüter Vitali Feshchanka haben das Nachsehen. Foto: H. Zaunbrecher

Am Ende beklatschten sie jeden Treffer, als ob es der entscheidende zum Klassenerhalt gewesen wäre – die Dormagener Handballfans scheinen unendliche Leidensfähigkeit zu besitzen. Nicht einmal jene exakt 1100 Sekunden, die der DHC Rheinland ohne Torerfolg blieb im ungleichen Duell mit der SG Flensburg-Handewitt, führten zu Unmutsäußerungen auf den mit 1812 Zuschauern äußerst spärlich besetzten Rängen.

Die spannende Frage lautet freilich: Wie lange halten die Fans durch und sich zurück, schließlich droht in den nächsten Heimspielen gegen HSV Hamburg (6. Oktober), VfL Gummersbach (23. Oktober) TBV Lemgo (13. November) und FA Göppingen (24. November) Ungemach ähnlichen Kalibers wie am Mittwoch beim 19:30-Debakel.

Info

Morgen in Melsungen

Nach drei Heimspielen in Folge wartet auf den DHC Rheinland morgen das erste Auswärtsspiel der Saison: Um 20.15 Uhr ist er in der Kasseler Rothenbach-Halle bei MT Melsungen zu Gast. Die Hessen blieben bislang mit Niederlagen gegen Hannover (24:27) , in Lübbecke (26:30) und bei den Füchsen Berlin (23:29) hinter den eigenen Erwartungen zurück.

Es sei denn , der DHC zieht bis dahin mindestens zwei Verstärkungen an Land, was erstens eine Frage des Geldes und zweitens eine des Spielermarktes ist. Und da scheinen wohl in beiderlei Hinsicht sämtliche Ecken ausgefegt. "Natürlich wären Verstärkungen sinnvoll und wünschenswert", sagt Trainer Kai Wandschneider, "aber ich bezweifle, dass das machbar ist. Erstens haben wir kein Geld, und zweitens dürfte es sehr schwierig sein, zum jetzigen Zeitpunkt Spieler zu finden, die uns weiterhelfen." Selbst wenn sie zu bezahlen wären, müssten sie nämlich willens sein, zum Abstiegskandidaten Nummer eins zu wechseln. Das "Experiment Dormagen" sieht Wandschneider deshalb keineswegs als gescheitert an: "Wir brauchen halt Zeit, notfalls in der Zweiten Liga." Dort scheint der Weg unweigerlich hinzuführen. Es sei denn, der DHC verstärkt sich auf mindestens zwei, besser drei Positionen. Die NGZ verrät, wo der größte Handlungsbedarf besteht.

In der Mitte Die Situation stellt sich nach dem Kreuzbandriss von Marko Krsmancic neu dar: Übernimmt die Berufsgenossenschaft (BG) das Gehalt des Serben, wären Mittel für eine Neuverpflichtung frei. Die braucht der DHC aber ohnehin dringend, denn ein 19- und ein 20-Jähriger können keine Erstliga-Mannschaft führen. Kentin Mahé ist zwar hoch veranlagt, wirkt aber phasenweise unkonzentriert. Und ein Mittelmann muss auch torgefährlich sein – die Dormagener Ausbeute von dieser Position in drei Spielen: fünf Treffer.

Am Kreis Hier ist die Bilanz noch dürftiger: zwei Treffer aus drei Spielen. Dabei gibt es durchaus gute Anspiele, nur trifft Sebastian Linder zu schlecht. Gegen Flensburg blieb er sogar torlos. Wie es anders geht zeigte auf der Gegenseite Jacob Heinl mit sechs Treffern.

Im Tor Vier Paraden gegen Kiel, 13 gegen Berlin, elf gegen Flensburg – Vitali Feshchankas Bilanz ist nicht schlecht. Doch in der Liga mit den besten Torhütern der Welt ist "nicht schlecht" auf Dauer zu wenig, zumal Jens Vortmann seinen aus Berlin mitgebrachten Vorschusslorbeeren bislang überhaupt nicht gerecht werden konnte. Doch hier wie überall gilt: Ohne Moos nichts los.

Quelle: NGZ


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