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"DDHC Rheinland": Dormagen und Düsseldorf schließen Handballehe

VON VOLKER KOCH - zuletzt aktualisiert: 27.12.2011 - 18:21

Dormagen (NGZO). Noch kämpfen der Dormagener HC Rheinland und die HSG Düsseldorf gegeneinander um Punkte in der Zweiten Handball-Bundesliga. Ab der neuen Saison werden sie das unter dem Kürzel „DDHC Rheinland“ gemeinsam tun.

Heinz Lieven und Frank Flatten, die Geschäftsführer der beiden Spielbetriebs-Gesellschaften, gaben am Dienstag auf einer gemeinsamen Pressekonferenz die Gründung einer Spielgemeinschaft bekannt, die in der Spielzeit 2012/2013 unter der Lizenz des DHC Rheinland in der Zweiten Liga an den Start gehen soll.

Hintergrund sind wirtschaftliche Zwänge: Der DHC hatte Anfang diesen Jahres Insolvenz anmelden müssen, der HSV Düsseldorf, der Stammverein der HSG, hatte diesen Schritt am vergangenen Donnerstag vollzogen.

„Wir erhoffen uns Synergieeffekte auf der wirtschaftlichen Seite, die uns mittelfristig ermöglichen, in dieser Region Erstliga-Handball anzubieten“, erklärte Lieven. Die sportliche Verantwortung soll Richard Ratka, dem aktuellen Trainer des DHC Rheinland, liegen, Geschäftsführer wird der bisherige HSG-Manager Frank Flatten. Die Heimspiele sollen künftig im Wechsel in Dormagen und Düsseldorf ausgetragen werden, angedacht ist in der Landeshauptstadt die Mitsubishi electric-Halle. In den Überlegungen ist jedoch auch der Bau einer neuen Multifunktionshalle möglichst am Standort Neuss.

„Jetzt müssen wir unsere Fans überzeugen, dass sie dieses Konzept mittragen“, meinte Flatten, „denn es gibt dazu keine Alternative. In Düsseldorf ist Bundesliga-Handball sonst nicht mehr zu finanzieren.“

Ähnlich sieht es Lieven: „Wir stoßen in Dormagen an unsere Grenzen.“ Ob es bereits in der momentanen Spielpause der Zweiten Liga zu Spielertransfers von Düsseldorf nach Dormagen kommt, ist noch offen, „wünschenswert wäre schon, um die neue Mannschaft frühzeitig einzuspielen“, sagt Ratka, der von 1998 bis 2004 auch die HSG Düsseldorf trainierte.

Quelle: rl

 
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