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DHC Rheinland: "Verantwortung für die Region"

zuletzt aktualisiert: 23.02.2012

DHC Rheinland (NGZ). Frank Flatten sitzt morgen Abend zwischen allen Stühlen: Noch ist der 46-Jährige für die Geschicke der HSG Düsseldorf verantwortlich, ab 1. Juli soll er Geschäftsführer der Spielgemeinschaft aus HSG und DHC Rheinland werden. Vor dem vorerst letzten rheinischen Handballduell nimmt Flatten im Gespräch mit unserer Zeitung Stellung zur aktuellen Situation und zur geplanten Zusammenarbeit.

HSG-Manager Frank Flatten. Foto:
HSG-Manager Frank Flatten. Foto:

Herr Flatten, am Freitag werden zwei Seelen in Ihrer Brust wohnen: Der DHC Rheinland braucht dringend Punkte zum Verbleib in der Zweiten Liga. Wird der künftige Spielgemeinschaftspartner, der ja schon als Absteiger feststeht, ihm die schenken?

Frank Flatten Ich glaube nicht, dass sich der Ligaverbleib des DHC in diesem Spiel entscheiden wird. Ich bin überzeugt, dass Dormagen die nötigen Punkte holen wird, wenn sie erst mal wieder komplett sind.

Und wenn nicht? Steigt nach Düsseldorf auch Dormagen ab, hat sich dann die Spielgemeinschaft erledigt?

Flatten Damit haben wir uns, ehrlich gesagt, noch nicht beschäftigt. Wir hatten genug anderes zu tun.

Vor allem, die Wogen zu glätten.

Flatten Dass sie nach unserer gemeinsamen Pressekonferenz am 28. Dezember so hoch schlagen würden, damit hatten wir tatsächlich nicht gerechnet. Vielleicht hätten wir das Zusammengehen solch langjähriger Rivalen etwas besser vorbereiten müssen, das gebe ich zu. Aber inzwischen ist eine deutliche Versachlichung eingetreten, weil die meisten inzwischen die Notwendigkeit unseres Schrittes einsehen.

Erklären Sie uns mal, worin die liegt.

Flatten Heinz Lieven (Geschäftsführer des DHC Rheinland, Anm. d. Red.) hat es doch zuletzt im Interview mit Ihrer Zeitung deutlich gesagt: Alleine geht es nicht mehr. Das sehen Sie doch auch an der Entscheidung, die der TV Korschenbroich getroffen hat, sich in die Dritte Liga zurückzuziehen. Wenn wir den Handball in dieser Region erhalten wollen, geht das nur gemeinsam. Ich sehe das auch als ein Stück Verantwortung für die Region.

Inwiefern?

Flatten Profi-Handball bedeutet ja nicht nur, dass die Spieler Geld bekommen. Spitzenhandball ist zum Beispiel enorm wichtig für die Nachwuchsarbeit – oder glauben Sie, in Düsseldorf oder Dormagen gäbe es so viele Handballtalente, wenn dort nicht jahrelang Erste oder Zweite Liga gespielt worden wäre? Und Spitzenhandball ist nun einmal Profisport, nicht umsonst beginnt mit der Dritten Liga der so genannte Amateurbereich.

Noch mal zurück zu Freitag: Was erwarten Sie vom Spiel?

Flatten Da wird es heftig zur Sache gehen, wie immer in diesem Derby, da werden viele Emotionen mitspielen. Ich freue mich drauf.

Volker Koch führte das Gespräch

Quelle: NGZ/rl


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