Dormagen: Frost: Über 100 Schlaglöcher
Dormagen (NGZ) Mehrere zehntausend Euro Reparatur-Kosten kommen auf die Technischen Betriebe der Stadt zu. Neben Schlaglöchern hat der Winter fast zwei Kilometer Risse in Dormagens Straßen hinterlassen.
Der Schnee ist weg – und die Katastrophe da. Denn jetzt sieht man erst richtig, was der Winter mit Dormagens Straßen angerichtet hat: Schlaglöcher en masse, eins tiefer als das andere, mehr als 100 sind es im gesamten Stadtgebiet. Hinzu kommen fast zwei Kilometer Risse in den Fahrbahndecken. "Dieses Jahr ist es richtig schlimm", konstatiert auch Gottfried Koch, Vorstand der Technischen Betriebe.
Na gut, ein Geländewagen ist noch nicht nötig. Aber aufpassen sollte man trotzdem, wenn man mit dem Auto unterwegs ist. Auch die Fußgänger sollten sich allerdings vorsehen, denn die Gehwegplatten sind vielerorts heftig angehoben.
"Das kommt von diesem verdammten Wechsel zwischen Frost- und Tauwetter", erklärt Koch. "Tagsüber läuft das Wasser in die Ritzen und Fugen, kann wegen des gefrorenen Bodens nicht versickern. Nachts friert es, dehnt sich dementsprechend aus und drückt die Platten hoch. Das sind fiese Stolperfallen."
Wer, Wann, Was
Wer? Die Kommune hat eine "Verkehrssicherungspflicht".
Wann? Wenn Schäden an einer Straße die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer gefährdet, sollte gehandelt werden.
Was? Erstmal reichen Warnschilder oder Tempolimits aus.
Einige zehntausend Euro wird es kosten, die Schäden zu beseitigen, manche Schlaglöcher sind groß wie Fußbälle und an die zwei Zentimeter tief. Am schlimmsten hat es Gohr, Hackenbroich und jetzt auch Horrem getroffen.
Im Moment können Koch und seine Mitarbeiter sowieso nur flicken. "Solange die Straßen noch feucht sind und es nachts weiter friert, betreiben wir mit Heißasphalt Erste Hilfe. Aber der hält auch nur ein paar Tage." Der 53-Jährige hofft auf die ersten Frühlingstage. "Dann werden unsere Kolonnen die Straßenzüge in Dormagen durchgehen. Wir haben ja eine genaue Liste mit mehr als 200 Meldungen, die bearbeitet werden müssen."
Der Winter hat für die Technischen Betriebe Dormagen ein Ende mit Schrecken. Denn eigentlich waren Koch und sein Team sehr gut aufgestellt. "Wir hatten – im Gegensatz zu anderen Städten – immer genügend Salz vorrätig und haben auch jetzt noch eine Reserve. Insgesamt haben wir 500 Tonnen gestreut. In normalen Wintern sind es zum Vergleich gerade mal bis zu 200 Tonnen insgesamt. Aber wir haben einen sehr guten Zulieferer, der vertraglich geregelt innerhalb von 48 Stunden 250 Tonnen Salz nachliefern muss. Das hat einwandfrei geklappt."



















