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Dormagen: A 57-Sperrung: Kampf dem Stau

VON KLAUS D. SCHUMILAS - zuletzt aktualisiert: 22.02.2012

Dormagen (NGZ). Um nach dem Brand auf der A 57 den Verkehrskollaps im Großraum Dormagen zu vermeiden, sollen bei einem Krisengipfel am Montag Möglichkeiten aus der Staufalle geprüft werden. Eine heißt: Parkverbote in Nievenheim.

Als ein Nadelöhr entpuppt sich die Neusser Straße, die mitten durch Nievenheim führt. Dort stört der Lkw-Verkehr die Anwohner.  Foto:  H. Jazyk
Als ein Nadelöhr entpuppt sich die Neusser Straße, die mitten durch Nievenheim führt. Dort stört der Lkw-Verkehr die Anwohner. Foto: H. Jazyk

Mit Parkverboten, veränderten Ampelschaltungen und Geschwindigkeitskontrollen wollen Stadt, Polizei und Landesbetrieb Straßen NRW auf die angespannte Verkehrslage nach der Brückensperrung auf der A 57 reagieren. Am kommenden Montag gibt es in den Räumen des Landesbetriebs in Düsseldorf einen Krisengipfel mit Beteiligten aus Dormagen und Neuss, bei dem alle Maßnahmen im Detail geklärt werden.

Ein Parkverbot auf der Neusser Straße, die mitten durch Nievenheim führt, könnte es aber bereits in dieser Woche geben. "Wenn die Polizei dies auch für sinnvoll hält", sagt Rathaus-Dezernentin Tanja Gaspers.

Info

Lage am Mittwochmorgen

Das für Aschermittwoch-Morgen erwartete Verkehrschaos blieb bisher aus. Zwar sind die Ausweichstrecken wie die A 59, die A 47 und die B 9 stärker belastet als sonst, aber die Staus sind deutlich kürzer als vergangene Woche in den ersten Tagen nach dem Unfall.

"Die Lärmsituation ist seit der Sperrung der A 57 für die Anwohner der Neusser Straße in Nievenheim nahezu unerträglich", sagt CDU-Ratsherr Heinz Hahn. Sein Vorschlag an die Verwaltung lautet, den Schwerlastverkehr ab der A 57 über die Kreisstraße 12 (Horremer Straße) an Horrem vorbei auf die B 9 umzuleiten. Zurzeit quälen sich die Lkw durch Nievenheim, umfahren durch drei Kreisverkehre Allerheiligen und stoßen in Stüttgen auf die B 9. "Weil der Lkw-Verkehr ohnehin zur B 9 will, kann man ihn auch schon viel früher dorthin führen", argumentiert Hahn.

Ob es dazu kommt, ist ungewiss. Realistischer ist das Parkverbot, "damit der Lkw-Verkehr flüssiger durch den Ort könnte, ohne sich zeitraubend an parkenden Autos vorbeizuschlängeln", so Gaspers. Damit dies innerhalb der erlaubten Geschwindigkeit geschieht, soll es dann regelmäßige Tempokontrollen geben. Das gilt womöglich auch für die Bundesstraße 9. Gaspers sagt auch: "Alle Maßnahmen müssen so abgestimmt werden, dass es dann nicht hinter Dormagen auf Neusser Gebiet zu den großen Staus kommt."

Gestern war die Verkehrslage in und um Dormagen herum vergleichsweise ruhig. Nur auf der B 9 meldete die Radio-Verkehrsnachrichten am Morgen vier bzw. drei Kilometer Stau. "Es gab keine größeren Behinderungen", bestätigte Polizei-Sprecher Hans-Willi Arnold. "Das könnte noch am Karneval gelegen haben. Heute könnte die Verkehrssituation schwieriger werden." Streifen des Verkehrsdienstes der Polizei beobachteten, so Sprecher Arnold, "permanent die Lage".

"Da es nicht darum gehen soll, nach dem St. Florians-Prinzip das Problem an andere Stellen im Dormagener Stadtgebiet zu verschieben", sagt CDU-Fraktionsvorsitzender Wiljo Wimmer MdL, "bitten wir die Verwaltung, zu vergleichen, wie die zusätzliche Belastung der Bürger außerhalb Nievenheims durch diese Umlenkung des Lkw-Verkehrs aussehen würde".

Quelle: NGZ/rl/jco


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