Mit "großem Erstaunen" hat der Fraktionsvorsitzende der SPD-Fraktion im Dormagener Stadtrat, Robert Krumbein, den Vorschlag von Bürgermeister Reinhard Hauschild zur Nutzung des Geländes der ehemaligen Zuckerfabrik zur Kenntnis genommen.
"Hoffentlich ist das nicht wieder ein Schnellschuss", reagierte Krumbein unter Hinweis auf die finanziellen Dimensionen eines solchen Projektes. "Selbst wenn man die städtischen Grundstücke im Bereich des jetzigen Schützenplatzes als Bauflächen vermarkten würde, dürfte deren Erlös äußerstenfalls den Erwerb des neuen Grundstücks finanzieren. Dieses ist dann weder geräumt noch ist der erste Stein für ein neues Domizil des Bürgerschützenvereins bezahlt", schätzt Krumbein. Die Sozialdemokraten wollen die Debatte in der Ratssitzung am Donnerstag nutzen, um den Vorschlag auf seine Realisierungschancen zu hinterfragen.
Zu diesem Zweck haben sie vorab dem Bürgermeister einen Fragenkatalog zugeleitet, um unter anderem die finanziellen Hintergründe seiner neuen Überlegungen erläutert zu bekommen. Auch vor dem Hintergrund der früheren Befürchtungen der Stadt wegen möglicher Altlasten auf dem Grundstück erstaune der Vorschlag, so Krumbein. Wichtig sei der SPD aber auch, dass die in der Gesamtplanung für Rheinfeld vorgesehenen Flächen für die sportlichen und sonstigen Freizeibetätigungen nicht einer neuen Planung zum Opfer fallen. Schließlich müsse die Frage geklärt werden, ob und zu welchem Preis der jetzige Eigentümer überhaupt zu einer Veräußerung bereit sei.
"Vom Bürgermeister erwarten wir eine gewisse Substanz seiner öffentlichen Vorschläge", so Krumbein in seiner Stellungnahme. Auch der Fraktionschef der Dormagener Grünen, Ingo Kolmorgen, hofft, "dass der Vorschlag wirtschaftlich durchgerechnet ist, noch eine Pleite kann sich die Stadt Dormagen wirklich nicht leisten". Kolmorgen wirft dem Bürgermeister einen "Zick-Zack-Kurs" im Zusammenhang mit der zukünftigen Nutzung dieses Geländes vor: "Von dem Einkaufspark zu einem Schützenplatz ist schon ein weiter Weg." Die Umwidmung einer Industriebrache in einen Schützenplatz sieht Kolmorgen als "nachhaltig" an, die "spannende Frage" sei aber, wie der Bürgermeister den jetzigen Schützenplatz an der Walhovener Straße zukünftig nutzen wolle. Kolmorgen weist dabei unter anderem auf die schützenswertem Flächen am Rande des Platzes hin. Sto
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