Heimatverein Rheinfeld (NGZ). Ihre Wiederwahl war eine reine Formsache: Anne Pforte bleibt für mindestens vier weitere Jahre Vorsitzende des Heimatvereins (HVR) Rheinfeld von 1982. Die 50-Jährige wurde von den Mitgliedern in der Jahreshauptversammlung im Vereinshaus „Zur Ahl Schull“ einstimmig in ihrem Amt bestätigt. Seit mittlerweile acht Jahren führt Anne Pforte rührig und mit viel Geschick den mittlerweile exakt 533 Mitglieder zählenden Verein.
Die frühere Schriftführerin und stellvertretende Vorsitzende löste damals Eduard Breimann ab. Anne Pforte kann sich auch weiterhin auf ein weitgehend eingespieltes Vorstandsteam stützen. Die Aufgaben der Geschäftsführung übernimmt weiter Peter Hahn, der ebenso einstimmig wieder gewählt wurde wie Kassiererin Ise Schmidt. Neu in der Führungsriege des HVR ist die Schriftführerin Ulrike Wimmer, die die Nachfolge von Bianca Pforte antritt.
Wichtige Arbeiten im Verein leisten die acht Beisitzer, zu deren Kreis nun auch die neu gewählten Kerstin Horstmann, Peter Mannewitz und Erich Breuer gehören. Sie bilden ein Team mit den etablierten Ralph Korth, Rita Lang, Johann Kircher, Rainer Kircher und FranzJosef Lang. Der Vorstand wird in den nächsten Wochen und Monaten neue Ideen entwickeln müssen, um wieder mehr Besucher zum traditionellen Rheinfelder Maifest locken zu können.
Die Resonanz in diesem Jahr war für den Verein nicht befriedigend und angesichts der Arbeit enttäuschend. „Wir werden für das kommende Jahr das Programm für den Festsamstag wohl umstellen. Allerdings müssen noch weitere Gespräche mit Beteiligten geführt werden“, sagte Kassiererin Ise Schmidt. Sie verzeichnete bei der jüngsten Auflage deutlich weniger Gäste als in den Vorjahren.
Zählte sie beim Tanzabend am Festfreitag trotz strömenden Regens immerhin noch 350 zahlende Besucher, so passierten zum Krönungsball des Maikönigspaares Jennifer Rau und Roman Eichhorn nur noch 120 Gäste das Kassenhäuschen. „Das ist ein ganz schlechter Besuch“, meinte Ise Schmidt. Sie führte die enttäuschende Resonanz auch auf zeitgleich stattgefundene Veranstaltungen im Stadtgebiet zurück. „Da macht man sich nur gegenseitig Konkurrenz.“
Aber sie hat auch einen weiteren Grund ausgemacht: „Zudem sitzt das Geld bei den Leuten nicht mehr so locker.“ Die Wenigereinnahmen beim Maifest konnten die Rheinfelder mit einem guten Umsatzergebnis beim jüngsten Erntedankfest zumindest teilweise wieder ausgleichen. Auch gelang es ihnen, Kosten beim Heimatfest zu sparen und so die Ausgaben zu reduzieren.
Dennoch steht unter dem Kassenbericht ein Minus. Und es sind bereits erste Warnungen zu vernehmen: „Der Verein steht im Moment noch auf gesunden Füßen. Aber noch so ein Jahr mit einem solchen Ergebnis möchte ich nicht mehr erleben“, erklärte Ise Schmidt. Für die Rheinfelder Heimatfreunde endet der Veranstaltungsreigen im laufenden Jahr mit dem stets liebevoll ausgerichteten Senioren-Café am Samstag, 4. Dezember. Beginn ist dann um 15 Uhr im Vereinshaus „Zur Ahl Schull“ an der Piwipper Straße. omo
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