Dormagen (NGZ). Straberg Die nächste Runde im Streit um die Kieslaster, die zeitweise durch Straberg donnern, ist eröffnet. Und sie muss in dieser Woche entschieden werden: Am Montag im Planungs- und Umweltausschuss des Rhein-Kreises Neuss, einen Tag später im Planungsausschuss der Stadt. Doch noch liegen beide nicht völlig auf einig .
Der Kreis ist zusammen mit den Rheinischen Baustoffwerken auf Kompromisslinie: Die Baustoffwerke verzichten auf die derzeitigen Anlieferungen und Aufbereitung aus dem Braunkohletagebau. Dafür werden in Straberg Sand und Kies aus dem U-Bahn-Bau in Düsseldorf verarbeitet.
Offensichtlich brennt dem Unternehmen der Auftrag aus Düsseldorf unter den Nägeln. Insgesamt sollen in Straberg 385 000 Kubikmeter aus dem Bau der Wehrhahn-Linie angeliefert werden. Und das über einen Zeitraum von dreieinhalb Jahren. Das entspricht laut Kreisdirektor Hans-Jürgen Petrauschke etwa 1000 Tonnen pro Tag. Die bisherige Genehmigung sieht aber nur 500 Tonnen pro Tag vor.
Der Kreis will mit dieser Begrenzung dem Kompromiss zustimmen. Petrauschke: „Das zugefahrene Fremdmaterial würde dann unter Verzicht auf den Rheinbraun-Kies durch den U-Bahn-Kies 1 : 1 ersetzt. Die angeführten Bedenken über die Erhöhung des Lkw-Verkehrs der Stadt Dormagen wären dann ausgeräumt.“ Soweit die Sicht des Kreises.
Doch die Stadt Dormagen bleibt bei ihrer ablehnenden Haltung. Bürgermeister Heinz Hilgers: „Wir sehen weiterhin die Gefahr, dass die Lastwagen durch Straberg fahren, wenn die Autobahn dicht ist.“ Die Stadt versucht zu retten, was noch zu retten ist: „Dabei sollte vertraglich vereinbart werden, dass die Lkw nicht durch Straberg und alle anderen Ortschaften in Dormagen fahren müssen und die An- und Abfahrt direkt von der A 57 zum Werk und zurück erfolgen muss“, so Hilgers in einem Brief an den Kreis.
Die Stadt stellt konkrete Bedingungen:
l So soll an der Einmündung vom Kieswerk in die Kreisstraße 12 (Horrem-Straberg) das Rechtsabbiegen in den Ort untersagt werden.
l Die Kennzeichen sämtlicher Lastwagen, die Kies vom U-Bahn-Bau transportieren, werden hinterlegt.
l Für jeden Fall, dass einer der Kieslaster durch Dormagener Ortschaften fährt, wird eine Vertragsstrafe von 10 000 Euro fällig.
Dennoch hegt der Bürgermeister Bedenken: „Meine große Befürchtung ist, dass die Lkw über die B 9 oder durch Nievenheim fahren, wenn vor Düsse
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