Dormagen (NGZ). Dormagen Es ist mit insgesamt rund zwei Kilometern ein vergleichsweise kleines Straßenstück, das eine große Wirkung haben soll: Am Donnerstag wurde am Holzweg der symbolische erste Spatenstich für die Verlegung der Autobahn-Anschlussstelle Dormagen auf der Westseite der A 57 gesetzt. Über den Holzweg wird als erster Schritt im Bauverfahren eine Brücke errichtet.
Parallel zur Alten Heerstraße und zur Autobahn soll - über den Holzweg - eine neue Verbindung zwischen der L 280 und der K 18 entstehen. Sie soll mehr als die Hälfte des Lastwagenverkehrs aufnehmen, der zurzeit über die Alte Heerstraße auf seinem Weg von der Autobahn zum Tor 14 des Bayer-Chemiparks und umgekehrt rollt.
Die Folge: Dauerstaus auf Alter Heerstraße und L 280, zum Teil schwere Unfälle an der unübersichtlichen Kreuzung zur Landstraße und eine stark beschädigte Alte Heerstraße. Das soll sich ändern. Die neue Auffahrt zur A 57 in Richtung Köln ist in direkter Verlängerung der neuen Straße südlich der K 18 geplant.
Diese Kreisstraße wird auf eine Breite von vier Spuren ausgebaut. Besonders die Lastwagen, die das Chemieparkgelände mit einem südlichen Ziel verlassen, müssen bald einen deutlich kürzeren Weg fahren. Die Anschluss-Stelle in Richtung Norden - und aus Köln - bleibt unverändert.
„Zehn Jahre lang haben Stadt und Rhein-Kreis Neuss gemeinsam an diesem Vorhaben gearbeitet“, betonte Landrat Dieter Patt. Die Kosten liegen bei sieben Millionen Euro.
Der Bund übernimmt 1,7 Millionen, die Stadt zwei Millionen und der Kreis, der die Federführung für die Planung übernommen hat, rund 3,3 Millionen Euro. Der Chemiekonzern Bayer unterstützt das Projekt ebenfalls. Das Unternehmen übernimmt unter anderem Vorfinanzierungskosten für den städtischen Grundstückserwerb.
Das war wichtig, weil die Stadt Dormagen noch immer im Haushaltssicherungskonzept ist und ohne diese Hilfe ihren finanziellen Beitrag in diesem Jahr nicht hätte leisten können. Damit hätte sich der Baubeginn verzögert.
Parallel zum Bau der Brücke werden die Versorgungsleitungen von Telekom, RWE und für das Öl verlegt. Im Sommer wird mit dem Bau der Straßen begonnen. Läuft alles nach Plan, kann das erste Auto Ende 2008 über die neuen Fahrbahnen rollen.
„Danach haben wir das nächste Projekt schon vor uns, denn die Alte Heerstraße kann so nicht bleiben“, kündigte Bürgermeister Heinz Hilgers an. In diesem Gesamtpaket entstehe im Bereich von Chemiepark und neuem Gewerbegebiet ein „leistungsfähiges Verkehrssystem“, das den Wirtschaftsstandort Dormagen sichere.
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