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Dormagen: CO-Pipeline: Bayer reagiert auf Ärztekritik

zuletzt aktualisiert: 09.07.2010

Dormagen (NGZ). Nachdem zuletzt 106 Kinder- und Jugendärzte an Bayer appelliert hatten, die CO-Pipeline zwischen Dormagen und Krefeld zu stoppen, reagiert nun der Chemiekonzern mit einem offenen Brief. So schreiben Tony Van Osselaer und Jürgen Hinderer von Bayer Material Science: "Pipelines sind sowohl unter Sicherheits- als auch unter Umweltaspekten das beste Transportmittel für viele flüssige und gasförmige Stoffe." Industrieunternehmen – darunter auch Bayer – hätten jahrzehntelange Erfahrung im sicheren Umgang mit Kohlenmonoxid und betreiben verschiedene Versorgungsleitungen.

Der Verlauf der CO-Pipeline, die Ärzte jetzt kritisiert hatten. Foto: NGZ
Der Verlauf der CO-Pipeline, die Ärzte jetzt kritisiert hatten. Foto: NGZ

Und weiter: "Falsch ist Ihre Behauptung, es liege im – äußerst unwahrscheinlichen – Falle einer Störung im Ermessen von Bayer Material Science, ob und wann die Öffentlichkeit informiert wird." Richtig sei vielmehr, dass das Unternehmen innerhalb einer Minute Umfang und Ort der Leckage feststellen, Sofortmaßnahmen einleiten und unverzüglich die zuständigen Behörden einschalten müsse. Ein weiterer Punkt, der nicht den Tatsachen entspreche, sei die Behauptung der Kinder- und Jugendärzte, dass CO nur dort produziert werden dürfe, wo es verarbeitet werde. Eine solche gesetzliche Vorschrift existiere nicht, so Bayer.

Die Kinderärzte hatten in einem Brief an Regierungspräsident Jürgen Büssow gewarnt: "Bei einem Unfall gibt es tatsächlich keine Rettungsmöglichkeiten. Deshalb müssen wir präventiv tätig werden und die CO-Leitung verhindern."

Quelle: NGZ

 
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