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Dormagen: Den Ball noch runder machen

zuletzt aktualisiert: 15.03.2006 - 21:30

Dormagen (NGZ). dormagen (fs/Sto) Zidane, Ballack und Eto´o; Sie alle hoffen bei der Fußballweltmeisterschaft 2006 auf faire Bedingungen. Der Platz, das Wetter und der Schiedsrichter sollen eine einwandfreie Vorstellung geben. Nun ist auch der wichtigste Protagonist des Jahreshighlights gefertigt: Der Ball. Fußball-Ikone Rudi Völler überzeugte sich jetzt vor Ort in Dormagen von dem neuen Ball.

Bayer Material Siences (BMS) ist mit einem Betrieb im Chemiepark Dormagen an seiner Entwicklung maßgeblich beteiligt. BMS entwickelte das Spielgerät in Zusammenarbeit mit Sportartikelhersteller adidas. Das Grundmaterial für den neuen Ball wird in Dormagen hergestellt. „Bei jedem neuen Ball gibt adidas Vorgaben, was Design und Performance anbelangt.

Diesmal lautete das Ziel, den Ball noch runder zu machen und sein Aussehen gut zu schützen“, erklärt Thomas Michaelis, Projektleiter für die Ball-Entwicklung bei Bayer MaterialScience, die Zusammenarbeit der beiden Unternehmen. An beiden Vorgaben von adidas, der Rundung und dem Schutz der Oberfläche hat der Dormagener Betrieb maßgeblichen Anteil.

So entwickelte BMS einen syntaktischen Schaum auf der Basis von Polyurethanen (Grundstoff von Schaumgummi), der nun eine der vier Schichten der Balloberfläche bildet. In dieser Schaumschicht sind Millionen mit Gas gefüllter Mikrokügelchen „eingebaut“. Sie garantieren, dass der Ball, der sich nach dem Schuss durch die Kraft des Fußes verformt, dann wieder in seine Ursprungsform zurückschnellt. So kann der Ball zwar flexibel, aber durch die Rückverformung gleichermaßen konstant gespielt werden.

Durch die Neuentwicklung der Materialien und des neuen Designs ist es den Entwicklern gelungen, einen Ball zu fertigen dem nur ein Prozent zur perfekten Kugel fehlt. Der optische Auftritt des neuen Spielgeräts basiert auf der Abschaffung der 32 schwarzen oder weißen Fünf- und Sechsecke. Nun wird der Ball von 14 zungenförmigen und propellerähnliche Elementen geformt, die nicht genäht, sondern durch eine patentierte Thermo-Klebeschicht zusammengefügt.

Dadurch entstehen weniger Nähte und somit weniger Kanten. Die oberste aller Schichten soll den Aufdruck und die Oberfläche des Balles vor Abrieb schützen und ihm einen lang anhaltenden Glanz verschaffen. Dieses Kunststück gelang BMS durch die Verwendung eines Werkstoffs, der in der Modeindustrie oft als Oberflächenmaterial verwendet wird. Der Werkstoff stammt aus Impranil Sortiment von Bayer MaterialScience.

Der neue Spielball trägt den schönen Namen „+Teamgeist“. „Mit dem Ball lassen sich optimale Flanken schlagen, um die Stürmer in Position zu bringen“, so schwärmt Bernd Schneider über das Spielgerät. Jetzt wird gehofft, dass es auch so kommen wird.

Quelle: NGZ


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