Rathaus-Arkaden in Dormagen (NGZO). Trotz einer zeitlichen Verzögerung von fünf Monaten sollen die Rathaus-Arkaden an der Römerstraße im Dezember fertig werden. In sechs Wochen wird voraussichtlich der Rohbau neben dem Rathaus-Anbau stehen.
Ruhige Stunden sind an der Römerstraße im Augenblick eher selten. Von morgens bis abends wird gebohrt und gehämmert was das Zeug hält. "Der Zeitplan ist eng und wir wollen auf alle Fälle bis Dezember fertig werden", sagt Peter Herzogenrath, der für einen Teil des Lärms verantwortlich ist. Der Delhovener Investor baut an der Römerstraße die Rathaus-Arkaden – ein dreigeschossiges Büro- und Wohngebäude – neben der zweiten Großbaustelle in der Innenstadt: dem Rathaus-Anbau. Während jedoch dieser zügig Formen annimmt, ist bei den Arkaden gerade erst das Erdgeschoss im Aufbau. "Wir hatten einige zeitliche Verzögerungen, die wir aber wieder aufholen", erklärt Herzogenrath. Die erste sei durch die fünfmonatige archäologischen Arbeiten entstanden, die Herzogenrath im Nachhinein aber als eine spannende Zeit bezeichnet. "Ich war sehr erstaunt, was in der Erde alles gefunden wurde." Münzen, Scherben, kleine römische Figuren, Reste von Brunnen, Stadtmauer und Reitställen – alles Überbleibsel des römischen Dormagener Kastells. Für das Rheinische Amt für Bodendenkmalpflege Fundstücke mit großer Bedeutung. "Jeder Bereich, der untersucht wird, schließt ein Loch im Puzzele", sagt Dr. Michael Gechter, der die Dormagener Funde untersucht hat.
Rathaus-Anbau
Im Erdgeschoss werden die evd (Energieversorgung Dormagen) sowie die Stadtmarketing- und Verkehrsgesellschaft mit den Stadt-Bussen ihre Kunden-Center mieten. Im ersten und zweiten Obergeschoss werden 26 Büros untergebracht. In der dritten Etage wird ein Ratssaal gebaut.
Nachdem die archälogischen Arbeiten abgeschlossen waren, konnte Herzogenrath Ende Januar – zeitgleich mit dem Rathaus-Anbau – mit dem Bau der Rathaus-Arkaden beginnen. "Dann hatten wir eine Bauverzögerung durch Frost und ein paar Probleme mit der Tiefgarage", erinnert sich der Bauherr. So hätte es bei Bau der 32 Parkplätze unter der Erde ein "kleines Abgrenzungsproblem" zum Nachbargrundstück gegeben, wie Herzogenrath sagt. Das sei aber mittlerweile behoben, so dass der erste Mieter – die Agentur für Arbeit – wie geplant am 1. Dezember in das Haus einziehen könnte. Sie werde fast die gesamte Erdgeschossfläche in Anspruch nehmen. Damit bleibe zur Vermietung aktuell noch eine rund 150 Quadratmeter große Bürofläche im Erdgeschoss. "Da sind wir aber auch schon mit möglichen Interessenten im Gespräch", erklärt Herzogenrath.
Im ersten Obergeschoss sei noch viel möglich, wie der Delhovener sagt. Dort sei bisher nur eine Wohnung angefragt worden. Vorstellen kann sich der Bauherr auf der Etage drei 70 bis 100 Quadratmeter große Wohnungen, oder auch Büroflächen – "je nach Nachfrage." Das dritte Obergeschoss sei dagegen bereits komplett an eine Privatperson vermietet. "Die ganze Etage wird eine 180 Quadratmeter große Penthauswohnung mit einer 120 Quadratmeter Rundumterasse werden", erklärt Herzogenrath. Das drei Millionen Euro Projekt soll spätestens im März 2010 komplett fertig werden – inklusive des in einem warmen Gelbton gehaltenen Außenanstrichs.
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