Dormagen (NGZ). An 18 Schulen in Dormagen können Schüler zu Mittag essen. Doch kommt da auch Gesundes auf den Teller? Ernährungsberaterin Kornelia Terborg bewertet für die NGZ das Mensa-Essen von vier Schulen.
Voller Bauch studiert nicht gern, heißt es. Doch ohne etwas zu Essen im Magen bekommt weder ein Student noch ein Schüler etwas auf die Reihe. Den 18 Mensen an Ganztagsschulen in Dormagen kommt deshalb eine wichtige Aufgabe zu. Es soll nicht nur schmecken, sondern auch gesund sein.
Ernährungsberaterin Kornelia Terborg sagt: "Die Ernährung soll vitamin- und mineralstoffreich sein und kaum Zucker, dafür aber viele Ballaststoffe enthalten." Gleichzeitig sollten Abwechslung, Geschmack und Aussehen nicht zu kurz kommen. Das Auge ist eben mit. Kornelia Terborg hat für die NGZ die Gerichte von vier Dormagener Schulen in einer Stichprobe bewertet.
1. Bertha-von-Suttner-Gesamtschule: Auf dem Tablett der Schüler landete an dem Test-Tag Schweinebraten mit Kartoffeln und Salat. Als Nachtisch gab es Kiwis.
Dazu meint Ernährungsberaterin Kornelia Terborg: "Das Gericht ist vorbildlich, lediglich die Fleischportion könnte kleiner ausfallen und Kräuter über die Kartoffel gestreut, würden sie nicht nur appetitlicher, sondern auch nährstoffreicher machen. Superappetitlicher Salat!"
2. Realschule Hackenbroich: Linsensuppe, Toast, Obst und ein Joghurt stand auf dem Speiseplan, den die Ernährungsberaterin zu bewerten hatte.
Kornelia Terborg: "Hülsenfrüchte beinhalten eine Menge an Ballast- und Vitalstoffen und sollten ruhig öfter auf dem Speiseplan stehen. Daher kann man auch über das inhaltslose Toastbrot hinwegsehen. Abgepackter Fruchtjoghurt ist allerdings weniger wertvoll, da er mit seinen rund sechs Würfelzucker eher eine Süßigkeit ist."
3. Hermann-Gmeiner-Hauptschule: Türkisches Rührei mit Kartoffeln servierte der Chefkoch den Hauptschülern am Test-Tag. Dazu gab es zwei Kiwis und eine Banane.
Die Ernährungsberaterin urteilt: "Hier kommt der Gemüse- beziehungsweise der Salatanteil zu kurz. Ein Stück Obst – welches Kind ist schon drei Stücke Obst zu Mittag? – und ein Salat wären hier die ideale Ergänzung gewesen."
4. An der Salvator-Grundschule stand Rohkost auf dem Programm: genauer gesagt Salzkartoffeln mit Kräuterquark, rohe Tomaten, Gurken und Möhren, dazu ein Schokoladenpudding.
Kornelia Terborg: "Ernährungsphysiologisch ist hier nichts auszusetzen, allerdings ist das Essen sehr lieblos angerichtet. Mit ein wenig Farbe durch Kräuter über den Kartoffeln und Tomatenscheiben an dem Quark wäre nicht nur die Vitaminzufuhr verbessert, sondern sicherlich auch die Akzeptanz bei den Schülern."
Insgesamt also schneiden die getesteten Schulen ziemlich gut ab. Laut Ellen Schönen-Hütten, Leiterin der Dormagener Schulverwaltung, wäre es allerdings auch nicht schlimm gewesen, wenn an dem Test-Tag ausnahmsweise etwas Fettigeres auf dem Speiseplan gestanden hätte. "Es muss auch mal Pizza geben dürfen", sagt sie.
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