Dormagen (NGZ). Dormagen/Worringen Der Staatsanwalt hat jetzt das letzte Wort. Doch der gibt sich noch bedeckt, die Untersuchungen sind noch nicht abgeschlossen. Bis dahin wird es keine abschließende Beurteilung zu den Ursachen des Großfeuers bei dem petrochemischen Unternehmen Ineos im Chempark Dormagen am 17. März 2008 geben. Das wurde Donnerstag Abend im Hauptausschuss deutlich. So blieben auch die Fragen der Politiker im Ausschuss zum Beispiel von Grünen-Fraktionschef Ingo Kolmorgen, weitgehend ein Stochern im Nebel.
Doch es gibt wertvolle Hinweise, die zum Teil neu sind. So legte Kolmorgens Frage, ob denn das Nachziehen der Flanscheinrichtung, also der Dichtungen, unter vollem Betriebsdruck der Pipeline ordnungsgemäß sei, offenbar den Finger in die Wunde.
Die schriftliche Antwort von Karl-Heinz Anders von der Bezirksregierung Köln: „Der TÜV Hessen weist in seinem Gutachten darauf hin, dass das Nachziehen von mechanischen Flanschen an Gasleitungen zu den Arbeiten zählt, bei denen Brand- oder Explosionsgefahren entstehen können.“
Dr. Heinz Hammer, Leiter der Werkfeuerwehr im Chempark, legte im Ausschuss noch einmal detailliert dar, wie es zu dem Brand gekommen sei. Entgegen irriger Vorstellungen, bei dem Gasaustritt sei es erst durch Löschwasser zu einer Flamme gekommen, stellte Hammer klipp und klar fest: „Als wir ankamen, brannte es schon.“
Die Stadt ist laut Hilgers zusammen mit der Stadt Köln dabei zu prüfen, inwieweit das Unternehmen für den größten Einsatz der Kölner und Dormagener Feuerwehr nach dem Zweiten Weltkrieg zu den Kosten herangezogen werden kann.
Die Konsequenzen
Als erste Konsequenzen aus dem Ineos-Großbrand am 17. März wurden bereits die Mindestabstände zwischen den Leitungen und den Tanks deutlich erhöht. Weiter arbeitet die Landesregierung mit Hochdruck an einem Pipeline-Kataster. Schließlich hat Ineos alle Isolierflansche gegen wartungsfreie Insolierkupplungen ausgetauscht.
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