Stadtrat in Dormagen: Gebühren sollen steigen (NGZO). Dormagen. Das Sterben in Dormagen wird teurer. Die Gebühren für einige neue Formen der Bestattung werden drastisch erhöht. Der Stadtrat beschloss jetzt in letzter Instanz den neuen Gebührenkatalog mit großer Mehrheit.
Der Leiter der Technischen Betriebe (TBD), Gottfried Koch, weist darauf hin, dass die Friedhofsgebühren in Dormagen zuletzt vor sechs Jahren erhöht wurden. Der Grund für die zum Teil drastischen Anhebungen: „Das Bestattungsverhalten der Bürger hat sich in dieser Zeit deutlich verändert.” Das gilt insbesondere für die so genannten pflegefreien und anonymen Grabstellen sowohl für Särge als auch Urnen.
Koch: „Es ist ein Trend zu Gräbern festzustellen, die wenig Arbeit bereiten.” Allerdings mit negativen Folgen für die TBD. Diese neuen Grabformen mit einer einfachen, in den Boden eingelassenen Platte mit dem Namen des Toten, vergrößert die Fläche, die die TBD zu pflegen haben. Ziel war es, den Trend zum anonymen Grab zu stoppen, die Toten sollten zumindest einen Namen haben.
Die Rechnung ist aufgegangen: Standen 2004 sieben Bestattungen in pflegefreien Gräbern noch 16 Bestattungen in anonymen Särgen gegenüber, so hat sich der Trend umgekehrt: 2007 standen 18 neue pflegefreie Gräber sechs anonymen Bestattungen gegenüber. Auch Reihensarggräber sind deutlich von 38 auf 13 zurück gegangen.
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