Dormagen (NGZ). Horrem Er ist zu einer Institution geworden, an der in Horrem niemand vorbei kommt: Der Horremer Markt im Ortsmittelpunkt. Dieser lockte am Wochenende bei strahlenden Sommerwetter wieder zahlreiche Besucher in den Ortskern. Tanzgruppen, Infostände, ein Handwerker- und ein Trödelmarkt zeigten die Vielfalt des mittlerweile schon 13. Horremer Marktes.
Doch der Mittelpunkt des Interesses stand direkt neben der Bühne: Der Infostand der Interessengemeinschaft (IG) Horrem. Dort konnten Interessenten nicht nur ein T-Shirt mit der Aufschrift „Ich bin ein Horremer“ erwerben. Eine große Tafel mit der Überschrift „10 000 Euro“ lud zum Ideen-Sammeln ein.
Die IG Horrem hat seit den Anfängen des Horremer Marktes diesen Überschuss erwirtschaftet. „Darauf sind wir auch sehr stolz“, sagt Christian Clemens, Vorsitzender der Interessengemeinschaft. Doch nach der Umgestaltung des Dorfangers und der Aufstellung von Metallstühlen vor der Dorfplatte, will die Gemeinschaft jetzt Ideen der Bürger verwirklichen.
„Wir nehmen alle Ideen auf, entschieden wird jedoch erst bei der Bürgerversammlung im Oktober“, erklärt der Vorsitzende. Bis dahin hofft Clemens auf zahlreiche Vorschläge aus der Bevölkerung. Die hat allerdings schon bei den Festivitäten großes Interesse bewiesen.
„Ein Anwohner schlägt vor, dass die Blumenbeete besser gepflegt werden sollen“, erläutert Roswitha Heinrichs, Vorstandsmitglied. Andere hätten dagegen lieber eine Renovierung des Bunkers, der beim Horremer Markt zur Besichtigung geöffnet wird.
„Wir haben aber auch Anfragen von Vereinen und Schulen“, weiß Heinrichs. So würde sich die Grundschule einen Beamer für den Stadtteil wünschen, der im Haus für Horrem aufgestellt werden könnte. Die Diakonie könnte sich für das Geld einen naturnahen Begegnungsraum für Kinder vorstellen. Daneben hängt ein Vorschlag zur besseren Integration von ausländischen Mädchen.
Ob eine oder gar mehrere dieser Ideen im Oktober den Zuschlag bekommen werden oder nicht, wird sich erst zeigen. Christian Clemens ist mit der ersten Resonaz zufrieden. „Es dürfen aber auch weiter Vorschläge eingereicht werden“, sagt er, während das Programm des 13. Horremer Marktes unaufhörlich weiterläuft.
Zahlreiche Tanzgruppen von den Streetgirls über Seniorentänze bis zu der Tanz-Arbeitsgemeinschaft der Christoph-Rensing-Grundschule Horrem zeigten ein vielfältiges Bühnenprogramm. Den Höhepunkt bildete am Samstagabend die Gruppe „June 79“. „Zu dem Auftritt kamen bestimmt 1000 Menschen in unseren Dorfmittelpunkt“, meint Christian Clement zufrieden.
Überaus zufrieden waren auch die Horremer mit „ihrem“ Markt. „Ich wohne schon seit 50 Jahren in Horrem“, erklärt Elisabeth Breuer (73). „Der Markt ist eine Bereicherung für den Ortsteil.“ Der gleichen Meinung ist auch Herbert Lüpchen (65), Betreiber des Hotels Weilerhof.
„Der Horremer Markt ist ein wichtiger Faktor für die Dorfgemeinschaft. Hier können sich die Leute begegnen und kennenlernen“, sagt der Horremer. Das ist auch der Grund, warum die Betreiber noch über viele Märkte nachdenken. „Nächstes Jahr treffen wir uns hier alle wieder“, verspricht Clemens.
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