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Dormagen: Die Innenstadt im Wandel

VON CHRIS STOFFELS - zuletzt aktualisiert: 20.06.2008 - 21:30

Dormagen (NGZ). Vor rund 20 Jahren bekam Dormagen eine Fußgängerzone. Nach Rathaus-Neubau, Rathaus-Galerie und Dorma-Center ist das Zuckerfabrik-Fachmarktzentrum jetzt die logische Fortsetzung.

Die Rathausgalerie markierte einen Meilenstein für die Entwicklung der 
City. Eine ähnliche Bedeutung könnte das Fachmarktzentrum Zuckerfabrik bekommen. Foto: NGZ
Die Rathausgalerie markierte einen Meilenstein für die Entwicklung der City. Eine ähnliche Bedeutung könnte das Fachmarktzentrum Zuckerfabrik bekommen. Foto: NGZ

Dormagen Die Dormagener Innenstadt - für die einen miefig und spießig, für andere mit einer Länge von 700 Metern zwischen den Stadttoren überdimensioniert, für die einen eine Einladung zum Bummel und Einkauf, andere fahren lieber auf die richtige „Kö“ nach Düsseldorf oder die Hohe Straße nach Köln.

In diesem Jahr besteht die Fußgängerzone 20 Jahre. Sie ist unverkennbar in die Jahre gekommen, braucht dringend ein Facelift. Spätestens mit dem Bau des Fachmarktzentrums auf dem Zuckerfabrik-Areal muss sie in neuer Schönheit erstrahlen, um Besucher von dort anziehen zu können.

Das gilt nicht nur für einen bequemen und attraktiven Übergang und das Entrée. „Der Übergang ist das wesentliche Element, wenn die Innenstadt von dem neuen Fachmarktzentrum profitieren will“, sagen Beate Brebeck, Fraktionsvorsitzende der FDP und findet dabei breite Zustimmung zum Beispiel bei den Kaufleuten.

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Innenstadt
Der Herz der Dormagener Innenstadt liegt im Bereich des römischen Kastells Dornomagus. Von dort aus wurde das spätere Straßendorf entwickelt. Es gab immer wieder Bestrebungen die Parallelstraßen Unter den Hecken und Römerstraße einzubeziehen, jedoch ohne Erfolg. Mit der Rathaus-Galerie, der Umgestaltung des Marktplatzes und dem Wohn- und Geschäftshaus an der Römerstraße wird ein neuer Versuch einer Breitenwirkung unternommen. Richtung Osten mangelt es an einem attraktiven Übergang.

Zu diesem Artikel erscheint in der NGZ vom Freitag ein Zur Sache: Perspektive.

Für Bürgermeister Heinz Hilgers und die Mehrheit des Rates ist das Fachmarktzentrum ein weiterer Meilenstein in der Entwicklung der Innenstadt.

Und dort hat es in den vergangenen 20 Jahren jeweils in Abständen von einigen Jahren wichtige Entwicklungsschritte gegeben, die die City immer wieder voran gebracht haben.

Wer an einem Freitag zur Marktzeit bei schönem Wetter vor dem Rathaus steht, spürt das pulsierende Leben auf der City-Meile, die trotz aller Kritik offensichtlich von den meisten Dormagenern angenommen wird.

Vor 20 Jahren war die Fußgängerzone die umgebaute B 9 ohne Autos. Die Bedenken - vor allem in der Politik - waren bald zerstreut. Wider Erwarten entwickelte sich ein munteres Leben.

Erste Pläne für die Entwicklung eines Zentrums hatte es bereits um 1970 gegeben: Damals sollte das Zentrum am Bahnhof oder im Top-West-Gebiet angesiedelt werden, war dort ein Rathaus mit zwölf Stockwerken geplant.

Fachmarktzentrum Zuckerfabrik Foto: NGZ

Der frühere langjährige Stadtplaner Ernst Albrecht erinnert sich: „Dormagen sollte damals auf 100 000 Einwohner ausgelegt werden.“ Es kam deutlich bescheidener: Öl- und Wirtschaftskrise dämpften das Bayer-Wachstum. Die Pläne wurden gestutzt.

Dennoch fand Dormagen immer wieder aus eigener Kraft zu einer stetigen Entwicklung. In der ersten Hälfte der neunziger Jahre fiel die Entscheidung für das Verwaltungs- und Geschäftszentrum an heutiger Stelle.

Mit Alfred Sass entdeckte bald ein kompetenter Investor sein Herz für Dormagen und baute die Rathaus-Galerie. Es wurde der damals dringend benötigte zusätzliche Magnet für die Innenstadt.

Um die Jahrtausendwende entstand das Dormacenter nahe des nördlichen Endes der Fußgängerzone. Die ursprünglichen Pläne für ein Kaufhaus, so Albrecht, wurden dem Zeitgeist folgend, für ein Kino- und Freizeittempel geopfert.

Doch das Center kam in Schwierigkeiten - jetzt soll es wieder ein Einkaufszentrum werden. Und jetzt also das Fachmarktzentrum mit 25 200 Quadratmeter Verkaufsfläche und 900 Parkplätzen am südlichen Rand der Innenstadt.

„Die neue Chance für Dormagen“, so der Bürgermeister und viele seiner Mitstreiter. Ernst Albrecht: „Wenn das neue Zentrum sich auf Fachmärkte beschränkt und qualitativ hochwertig gebaut wird, wird es die erhoffte Bereicherung der Innenstadt.“

Es gibt zwar erneut die Kritiker, die vor zu großen Dimensionen warnen. Doch scheint das Zentrum, die einzige Möglichkeit, noch einmal einen Quantensprung für die City zu wagen.

Quelle: NGZ


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