Sammlung des Horremers Willi Goffart in Köln zu sehen (NGZ). Der Bummel über den Kölner Antik-Markt vor 16 Jahren hatte für Willi Goffart weit reichende Folgen. Der Horremer entdeckte die Bilderalben eines Händlers und damit seine eigene Sammelleidenschaft. Rund 200.000 Bilder umfasst mittlerweile seine Sammlung.
Eine kleine Auswahl ist noch bis Wochenende in der ersten gemeinsamen Ausstellung des Stollwerck-Museums und des Sport-Olympia-Museums in Köln zu sehen. Die bunten Bilder, die einst Hersteller von Margarine, Schokolade, Suppen oder Zigaretten als Werbeobjekte ihren Produkten beigefügt haben, erzählen die Geschichte(n) von Schokolade, Sport und Köln. Das Interesse ist groß, die Museumsleiter sind mit den Besucherzahlen zufrieden", sagt Willi Goffart. Am Donnerstag macht er sich wieder auf den Weg in die Domstadt und steht den Museumsbesuchern vor Ort als Ansprechpartner zur Verfügung. Goffart hat für beide Museen jeweils eine faszinierende Ausstellung zusammengestellt.
Die Bilder im Stollwerck-Museum dokumentieren in origineller und humorvoller Form die Entstehung der Schokolade. Weitere wertvolle Exponate beleuchten das Thema "Der Rhein von der Quelle bis zur Mündung". Nicht nur auf die bunte Welt des Sports konzentriert sich die Ausstellung im Sport-Olympia-Museum. Die Besucher gewinnen gleichzeitig einen Einblick in die Geschichte Kölns und des Karnevals. Ein weiteres Kapitel hat Goffart den Heinzelmännchen gewidmet. Für den 57-Jährigen ist es inzwischen die dritte große Ausstellung. Die Nostalgie auf bunten Bildern präsentierte er erstmals 1991 im Bayer-Feierabendhaus in Dormagen.
Vor zwei Jahren stellte er etwa 1.500 Bilder und 50 Alben im Dresdner Verkehrsmuseum aus. "130 Jahre Nostalgie auf bunten Bildern" lautete der Titel der Sonderausstellung, die in der sächsischen Landeshauptstadt auf große Resonanz stieß. Das nächste große Projekt hat Willi Goffart bereits im Visier. "Vor wenigen Tagen habe ich einen Anruf von einer Mitarbeiterin des Spessart-Museums in Lohr erhalten", erzählt der Horremer. Die Einrichtung signalisierte Interesse an einer Ausstellung, die in dem bei Würzburg gelegenen Ort ab dem 19. Dezember für vier Monate zu sehen sein soll.
Noch müssen Details geklärt werden, doch Goffart hat sich bereits konkrete Gedanken zu den Ausstellungsthemen gemacht. "Die Entstehung der Schokolade und die Geschichte von Firmen sollen unter anderem dokumentiert werden", erzählt er. In die Vitrinen sollen dann auch alte "Schätzchen" aus dem Hause Liebig kommen. Das Unternehmen war 1872 in Deutschland das erste, das seinen Produkten Reklamesammelbilder beifügte, um den Verkauf anzukurbeln. Nicht zuletzt wegen des sehr aufwändigen Druckverfahrens und ihrer Historie gelten Liebig-Bilder als die Königsklasse unter den Sammelbildern.
Bevor es jedoch in den Spessart geht, grassiert im Horremer Bürgerhaus wieder das Sammelfieber. Am 19. und 20. Oktober lädt Goffart zusammen mit seinen Sammelkollegen Edgar Gamb aus Lüdenscheid und Jürgen Maas aus Castrop-Rauxel zur elften Börse für Reklamesammelbilder ein. Insgesamt 40 Aussteller, unter anderem aus England, Italien und den Niederlanden, haben ihr Kommen bereits zugesagt. Goffart rechnet in den nächsten Wochen noch mit weiteren Anfragen. "Die Zuschauer dürfen sich wieder auf eine große und bunte Palette von interessanten Bildern und Alben freuen." omo
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