Dormagen (NGZ). Vor 15 Jahren wurde die Galerie eröffnet und ist fast ausgebucht. Entgegen anderslautenden Gerüchten bleiben auch Edeka-Markt Büttgen mit neuem Vertrag und Weltbild in der Galerie.
Es war eine Zitterpartie für die insgesamt rund 45 Mitarbeiter von Edeka Büttgen in der Rathaus-Galerie. Inhaber Markus Bütgen: "Unser Mietvertrag war nach 15 Jahren abgelaufen; die Verhandlungen gestalteten sich zunächst schwierig." Büttgen kündigte seinen Mitarbeitern. Dann wendete sich Blatt: Er schloss einen neuen Vertrag mit der Hamburger Zentrale des Center Managements – und stellte die Mitarbeiter wieder ein. Center Manager Manfred Keil (49) und Markus Büttgen freuen sich gleichermaßen.
Und Büttgens Pläne für das Zuckerfabrik-Gelände mit einem weiteren Markt? "Wir stehen in Lauerstellung, aber niemand will sich in der Frage Zuckerfabrik festlegen", so Markus Büttgen. Allerdings mit Märkten in abgewandelter Form: "Wir würden uns in der Galerie auf den City-Bedarf konzentrieren", so Büttgen.
Rathaus-Galerie
Die Rathaus-Galerie in Dormagen umfasst etwa 40 Geschäfte.
Sie wurde 1995 ihrer Bestimmung übergeben. Gebaut hat sie Investor Alfred Sass. Er hat Bau und Betrieb bis zu seinem Tod eng begleitet.
Center-Manager ist seit November vergangenen Jahres Manfred Keil (49).
Auch beim Weltbild-Ladenlokal war gerüchteweise von einer Schließung zu hören. "Weltbild hatz noch einen langfristigen Mietvertrag und macht dem Vernehmen nach gute Umsätze", so Keil. Von einem Aufgeben angeschichts der Eröffnung der Mayerschen wenige hundert Meter weiter keine Rede mehr.
Die Galerie feiert in wenigen Tagen (8. bis 11. September) ihr 15-jähriges Bestehen. Und entgegen der anfänglich kritischen Stimmen gegen das Geschäftszentrum im Herzen der Stadt kann die Zwischenbilanz nur gut ausfallen: "Wir haben uns komplett in der City engagiert", sagt Keil. Zurzeit ist das Center fast ausgebucht. Ein gravierender Leerstand allerdings liegt direkt an der Kölner Straße: das frühere evd-Kundenforum, das in den Rathaus-Anbau gezogen ist. "Ich könnte mir dort zum Beispiel junge Mode vorstellen", zeigt Keil einen Lösungsweg auf. Interessante Gespräche mit potenziellen Interessenten hat er bereits geführt. Ein weiterer Mode-Filialist ist in der Galerie heimisch geworden. Moden Frey hat den Laden von der insolventen Kenvelo-Gruppe übernommen. Ein Unternehmen, das die Galerie mittlerweile wieder verlassen hat, strebt nach Dormagen zurück. "Strauss" hat mittlerweile seine Ausrichtung verändert, sucht Flächen um die 700 bis 800 Quadratmeter. "Leider haben wir diese Flächen nicht zur Verfügung." Möglicherweise gibt es aber an anderer Stelle Platz für diesen "Ankermieter" der ersten zehn Jahre.
Keil blickt mit Skepsis auf die Zuckerfabrik: "Die Stadt würde besser ihre Innenstadt weiter pflegen und ausbauen." KOMMENTAR
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