Dormagen (NGZ). Mit dem ersten Fest der Generationen, das am Wochenende in ganz Dormagen stattfand, hat sich die Stadt zum Ziel gesetzt, Alt und Jung zusammenzuschweißen. Das Zusammenkommen der Generationen war überall zu spüren.
Ein ungewohnter Anblick bot sich am vergangenen Sonntag vor dem Schützenhaus in Dormagen, als junge Mädchen mit Senioren auf der Bühne einen Tanz aufführten. Das funktionierte jedoch einwandfrei, trotz des hohen Altersunterschiedes. Mit dem ersten Fest der Generationen, das am 4. und 5. September in ganz Dormagen stattfand, hat sich die Stadt zum Ziel gesetzt, Alt und Jung zusammenzuschweißen. Das geschah bei gutem Wetter in Form von 45 Mitmachaktionen, wie zum Beispiel einem Schach- und Backgammon-Turnier in der Rathaus-Galerie. Hier wurde bei der Anmeldung extra darauf geachtet, dass insgesamt zu jedem Juniorspieler ein Senior zugeordnet wurde. "Spielerisches Können spielt hier keine Rolle", sagt Veranstalter Heinz Esser, der auch außerhalb des Festes Turniere anbietet. Mitorganisator und Leiter des Chemparks, Dr. Walter Leidinger, stellte den Kindern seinen Beruf vor: Sie konnten mit Hilfe von Azubis des Chemparks acht verschiedene chemische Experimente ausführen. "Dormagen soll lebens- und liebenswerter werden", sagt Leidinger. Auch er war zufrieden: "Von mir aus machen wir das noch mal."
Kunstverein
Der Kunstverein Galerie-Werkstatt, gesponsert vom Bayer Dormagen, feierte kürzlich sein 25-jähriges Bestehen. Er bildete sich aus einer Gemeinschaft von Kunstinteressierten und wuchs stetig weiter. Heute arbeiten die Mitglieder in den Klosteranlagen Knechtstedens und sind gegenüber Interessenten offen.
Das Kunstatelier vor dem Historischen Rathaus in der Innenstadt erfreute sich ebenfalls großer Beliebtheit. Professionelle Künstler des Kunstvereins Galerie-Werkstatt malten mit Kindern Gemälde mit Acrylfarbe oder töpferten zusammen. Besonders am Samstag, als der große Markt entlang der Kölner Straße aufgebaut war, kamen viele Besucher. "Wir engagieren uns schon länger für die Kinder und gehen zu Schulen hin, das Fest der Generationen war also eine wunderbare Gelegenheit", sagt Klaus-Dieter Assenmacher, Leiter des Unternehmens. "Es gibt so viele unentdeckte Talente, das konnte ich bei den Besuchen selber erfahren."
Vor dem Schützenhaus war jedoch am Sonntag die Hauptveranstaltung des Festes. Auf der großen Wiese gab es Einrichtungen wie die Hüpfburg oder eine Erzählstube, ganz im Sinne des Generationenaustauschs. Im Zentrum stand eine Bühne, wo junge Hip-Hop-Tänzer auftraten, gefolgt von einem Orchester mit älteren und erfahrenen Musikern. Teilweise tanzten sogar sechsjährige Mädchen mit. Das Zusammenkommen der Generationen war überall zu spüren und lief gut ab. Die Chancen eines weiteren Festes stehen also hoch.
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