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Dormagen: Eine Lösung für Horrem?

zuletzt aktualisiert: 06.02.2009 - 22:22

Dormagen (NGZ). Horrem Nichts geht mehr. Ursula Pinker sucht seit einer knappen halben Stunde ein Möglichkeit. auf ihr Grundstück zu fahren - vergebens. Rechts und links auf der Weilerstraße parken die Autos - der Verkehrsfluss ist völlig zum Erliegen gekommen. Einige Autofahrer sind gezwungen über den Bürgersteig zu fahren - eine alte Frau aus dem dortigen Altenheim Markuskirche kann mit ihrem Rollator gerade noch ausweichen... Gefahren für Fußgänger, Frust bei den Autofahrern - es soll schon einige Male fast zu Schlägereien gekommen sein.

Nichts geht mehr auf der Weilerstraße in Horrem Seitdem dort Parkflächen markiert wurden, ist die Fahrbahn ständig verstopft. Viele Autos und Lastwagen können nur über den Bürgersteig ausweichen. Jetzt wehren sich die Bürger mit einer Unterschriftenliste.  Foto: NGZ-Online
Nichts geht mehr auf der Weilerstraße in Horrem Seitdem dort Parkflächen markiert wurden, ist die Fahrbahn ständig verstopft. Viele Autos und Lastwagen können nur über den Bürgersteig ausweichen. Jetzt wehren sich die Bürger mit einer Unterschriftenliste. Foto: NGZ-Online

Die Anwohner der Weilerstraße sind die Zustände vor ihrer Haustüre leid. 80 von ihnen haben jetzt einen offenen Brief an Bürgermeister Heinz Hilgers unterschrieben. Ursula Pinker, Ralf Meuser und Heinz-Günther Winterscheid haben ihn initiiert. Winterscheid gegenüber der NGZ: „Statt Verkehrsberuhigung herrscht ein Verkehrschaos.“

Die Bürger fordern: „Nun wäre es an der Zeit einen unabhängigen Verkehrs-Experten mit der Problematik zu beauftragen.“ Der von der Stadt beauftragte Verkehrsgutachter Wolfgang Christ hatte im Planungsausschuss im Herbst vorgeschlagen, zunächst noch eine Weile die Einrichtung der Parkstreifen auszuprobieren. Aber auch war skeptisch, dass sich das Parken bewähren würde. Immerhin verfolgen die Dormagener Straßenplaner auch ein langfristiges Ziel: Den Durchgangsverkehr aus der Weilerstraße herauszuhalten. Doch diese Absicht wurde zum Flop.

Die Bürger sprechen von Chaos. „Ab 16 Uhr geht gar nichts mehr“, sagt Ursula Pinker, „ich habe bis zu 600 Autos in der Stunde gezählt.“ Beim Dormagener Ordnungsamt allerdings sind „keine Zwischenfälle bekannt geworden“, berichtet dessen Leiter Holger Burdag. „Uns sind weder eine Häufung von Unfällen noch andere Probleme bekannt.“ Gottfried Koch, Leiter der Technischen Betriebe Dormagen (TBD), meint, „dass sich die Verkehrsteilnehmer erst einmal an die neue Situation gewöhnen müssten.“

Bürgermeister Heinz Hilgers mahnt zur Besonnenheit: „Es waren ja gerade die
Bürger um Albert O. Grabowski, die mit einer Unterschriftenaktion die Parkmöglichkeiten gefordert hatten.“ Damals haben viele Anwohner der Weilerstraße unterschrieben.“ Der Bürgermeister: „Ich habe mich mit der Einrichtung der Parkstreifen nie anfreunden können. Es wohnen einfach zu viele Menschen in Horrem. Das konnte nicht gut gehen.“

Mehr lesen Sie am Samstag, 7. Februar, in der Neuß-Grevenbroicher Zeitung.

Quelle: NGZ


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