Dormagen (NGZ). Dormagen Jeansläden kommen und gehen - der Jeans-Bär hat Bestand. Und das seit 25 Jahren. Ein Vierteljahrhundert ist es her, dass Dieter und Julia Mückenberger die Geschäftsräume im Top-West-Gebiet von dem Elektrogerätehändler Senger übernahmen.
Jeans im Gewerbegebiet, das damals fast ausschließlich aus dem Top 3-Markt bestand, schien ein großes Risiko. Dieter und Julia Mückenberger scheuten es nicht - der Jeans-Bär wurde Kult. Und er wurde nach Angaben von Dieter Mückenberger zu einem der größten Jeans-Anbieter im Städtedreieck zwischen Düsseldorf, Mönchengladbach und Köln. Der Laden, der stilbildend für viele spätere Jeansläden wirkte, hält deutlich über 10 000 Jeans-Artikel vorrätig, in jeder erdenklichen Größe.
Die ausgediente Zapfsäule einer Tankstelle im Laden, die alte Kasse, wenige stilvolle Elemente, einige Pop-Art-Gemälde und die Jeans an den Wänden, deckenhoch - vor einem Vierteljahrhundert Kult und heute noch, oder wieder, der Stil, der für den Kauf der junge und jung gebliebene Kunden anzieht.
Dieter und Julia Mückenberger hatten mit „Romeo und Julia“ begonnen, so ihr erstes Bekleidungs-Geschäft in Düsseldorf-Garath. Von dort aus expandierten sie in den achtziger und Anfang der neunziger Jahren, betrieben zeitweise bis zu zehn Geschäfte in Düsseldorf, Krefeld Mönchengladbach. Doch dann stand die Entscheidung an, im ganz großen Stil zu investieren oder sich auf das Kerngeschäft zurück zu ziehen. Das war weitgehend der Jeans-Bär an der Mathias-Giesen-Straße. Sie führen es mit 30 Mitarbeitern, darunter zahlreiche Teilzeitkräfte weiter, denken über eine Erweiterung nach.
Zum Jubiläum gab es „großen Bahnhof“. Regierungspräsident Jürgen Büssow war persönlich zur Gratulation gekommen. Mückenberger verbindet eine wechselvolle Beziehung mit Büssow, war der Einzelhändler doch maßgeblich an diversen Bürger-Initiativen beteiligt. Mückenberger war seinerzeit im Streit um die Pläne der Grevenbroicher Investoren Beyer für das Zuckerfabrik-Gelände als Gutachter aufgetreten.
Er zählt nach wie vor zu den strikten Gegnern einer Geschäftsnutzung des Pfeifer & Lange -Geländes: „Das wird den Geschäften der Innenstadt schaden.“ So wie auch die Freigabe der Öffnungszeiten den kleinen und mittleren Unternehmen schaden wird: „Das wird ausschließlich den großen Ketten in den Innenstädten nutzen.“ Eine weitere Konkurrenz hat er im Internet-Handel ausgemacht - mit Steigerungsraten von 35 Prozent allein 2006. Im stationären Einzelhandel dagegen gibt es mehr Flächen, längere Öffnungszeiten - nur der Umsatz stagniert.
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