Dormagen (NGZ). Dormagen Es waren ernsthafte und vom Geist eines Kompromisses getragene Verhandlungen. Am Ende stand ein wichtiges Ergebnis: Zum neuen Kindergarten- und Schuljahr ab August 2009 werden die Elternbeiträge in Dormagen für die Kindertagesstätten und die Nachmittagsbetreuung an den Offenen Ganztagsschulen deutlich gesenkt.
„Die Entlastung der Eltern in den unteren Einkommensgruppen wird massiv spürbar sein“, berichtet Gerd Trzeszkowski, Fachbereichsleiter für Familie, Jugend und Schule. Mit einem eher weinenden Auge sieht Kämmerer Ulrich Cyprian das Ergebnis der Verhandlung zwischen den Spitzen der Großen Koalition von CDU und SPD: Er muss auf 190 000 Euro im kommenden Jahr verzichten.
In den Folgejahren wird es deutlich mehr sein, wenn das volle Jahr zählt. Bürgermeister Heinz Hilgers quittierte das Ergebnis strahlend: „Ich freue mich als Bürgermeister für Dormagen und als Präsident des Kinderschutzbundes, dass die Eltern entlastet werden.“
CDU und SPD waren mit unterschiedlichen Konzepten angetreten - für das gleiche Ziel. Für die CDU hatte deren Bürgermeister-Kandidat Peter-Olaf Hoffmann eine generelle Reduzierung der Kindergarten- und OGS-Beiträge um 30 Prozent gefordert. Die SPD-Fraktion hatte sich auf ihrer Haushaltsklausurtagung auf eine Erhöhung der Freibeträge um 6000 Euro festgelegt.
Der vor allem zwischen den beiden Fraktionsvorsitzenden Wiljo Wimmer (CDU) und Bernhard Schmitt (SPD) ausgehandelten Kompromiss enthält jetzt Bestandteile beider Konzepte: Zum einen werden die Freibeträge für das zweite Kind um 6000 Euro erhöht. Gleichzeitig werden die Beiträge linear um 15 Prozent gesenkt.
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