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Dormagen: Endlich: Die Malteser bauen!

VON CHRIS STOFFELS - zuletzt aktualisiert: 19.11.2009 - 21:32

Dormagen (NGZO). Die Verträge für das Alten- und Behindertenstift St. Katharina am Kreiskrankenhaus in Hackenbroich sind unter Dach und Fach. Baubeginn soll im Februar sein. Angebot auch für jüngere Behinderte.

Der Vertrag zwischen Investor und Betreiber des in Hackenbroich geplanten Malteserstift St. Katharina ist unterzeichnet. Foto: NGZ
Der Vertrag zwischen Investor und Betreiber des in Hackenbroich geplanten Malteserstift St. Katharina ist unterzeichnet. Foto: NGZ

Hackenbroich Was lange währt, wird endlich gut. Der Vertrag zwischen Investor und Betreiber des in Hackenbroich geplanten Malteserstift St. Katharina ist unterzeichnet. Roland Niles, der die Malteser Wohn- und Pflegeeinrichtungen verantwortet, ist zufrieden: "Wir sind froh über den Vertragsabschluss und freuen uns, dass mit dem Bau bald begonnen werden kann. Wir hinken dem ursprünglichen Zeitplan zwar etwas nach, haben aber Wort gehalten: Das Malteserstift St. Katharina kommt."

Die Dormagener zeigen laut Niles bereits jetzt großes Interesse an dem Haus. Voraussichtlich im Februar 2010, so Niles, könne der Baubetrieb auf dem von den Maltesern erworbenen Gelände neben dem Kreiskrankenhaus Dormagen aufgenommen werden. Michael Brandstetter vom Investor Conesta: "Wir rechnen mit einer Bauzeit von knapp einem Jahr, so dass die ersten Bewohner voraussichtlich Anfang 2011 einziehen können." Etwa zehn Millionen Euro werde Conesta, ein auf die Entwicklung und Realisierung von Sozialimmobilien wie Pflegeeinrichtungen spezialisiertes Unternehmen aus Köln, am Standort Dormagen investieren.

Info

Malteser

Die Malteser bieten ein integriertes, strategisch aufeinander abgestimmtes Angebot für kranke, alte und pflegebedürftige Menschen an. Im Fokus der rund 1900 Mitarbeiter steht die Versorgung aus einer Hand durch stationäre, teilstationäre und ambulante Leistungen. So sollen sich auch Synergieeffekte mit der Klinik ergeben.

Das Malteserstift St. Katharina soll kreisweit ein Vorzeigeprojekt werden: Alte und junge pflegebedürftige Menschen sowie Service-Wohnungen für noch rüstige Senioren unter einem Dach – das gibt es in Dormagen bislang nicht. Die Wohn- und Pflegeeinrichtung wird über 85 Plätze verfügen mit zwei Hausgemeinschaften für demenziell veränderte Bewohner. Auch die Kurzzeitpflege ist geplant, zum Beispiel für Menschen, die wegen Krankheit oder Urlaub nicht zu Hause gepflegt werden können oder die zum Beispiel nach einem Krankenhausaufenthalt noch nicht in der Lage sind, sich eigenständig zu versorgen.

Als erste Malteser Wohn- und Pflegeeinrichtung überhaupt wird das Malteserstift St. Katharina einen Schwerpunktpflegebereich für junge Pflegebedürftige haben: zum Beispiel Menschen ab 18 Jahren mit neurologischen Erkrankungen wie Multiple Sklerose, Schlaganfall, Querschnittslähmung oder Amytrophe Lateralsklerose (ALS). In zwölf besonders großzügigen und behindertengerecht ausgestatteten Einzelzimmern sollen sie ideale Voraussetzungen finden für eine neue persönliche und wohnliche Perspektive. Ein interdisziplinäres Team aus speziell geschulten Pflegekräften, Krankengymnasten und Ergotherapeuten wird sie betreuen.

Darüber hinaus wird das Malteserstift St. Katharina 34 Appartements für Wohnen mit Service anbieten. Diese Wohnform ist vor allem für noch rüstige Senioren interessant, die die Infrastruktur einer Pflegeeinrichtung zwar schon nutzen, aber noch weitgehend eigenständig wohnen möchten. Malteser-Geschäftsbereichsleiter Roland Niles: "Für die Service-Wohnungen gibt es bereits erste Anfragen. Wir werden ab Ende Januar zu Informationsveranstaltungen einladen und uns und unsere Angebote dann auch persönlich vorstellen."

Die Duisburger Malteser St. Anna gGmbH ist eine regionale Betriebsgesellschaft der MTG Malteser Trägergesellschaft gGmbH in Köln. Als regionales Verbundsystem betreibt sie derzeit in Duisburg zwei Krankenhäuser mit 620 Planbetten, zehn Pflegezentren im westlichen Ruhrgebiet und im Münsterland mit zurzeit insgesamt 940 Pflegeplätzen, ein Hospiz mit zwölf Betten sowie Ambulante Dienste und Palliativpflegedienste.

Quelle: RP

 
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