Dormagen (NGZ). Dormagen Manche Bürger glauben schon nicht mehr daran. Für andere wird ein Jahrzehnte währender Kampf belohnt. Es geht um den Lärmschutz entlang der Wohngebiete in Delrath, Horrem und an der Schillerstraße. Gestern ging die Nachricht im Rathaus ein, dass umfangreicher Schutz der Bürger gegen den Bahnlärm genehmigt wird. Dormagen profitiert dabei von einem Bundesprogramm „Lärmschutz entlang der Schienenwege“.
Die Finanzierung steht, das Eisebahn-Bundesamt geht von der Genehmigung spätestens im März aus. Dann soll bis 2010 gebaut werden. Das Gesamtprojekt kostet etwa drei Millionen Euro. Und Bürgermeister Heinz Hilgers jubelt: „Uns als Stadt kostet das keinen Cent, das übernimmt alles der Bund.“
Im einzelnen sieht das Paket eine etwa 2,50 Meter hohe und 600 Meter lange Lärmschutzwand im Bereich Delrath vor.
In Horrem selbst ist zunächst eine etwa 300 Meter lange und drei Meter hohe Wand zwischen dem Bahnhof Dormagen und der Teusch-Straße geplant. Schwierig ist die Lage im Bereich der Schillerstraße, wo sich die Bürger seit Jahrzehnten über den Lärm aus dem Rangierbahnhof des Chemparks und der Bahnstrecke beklagen.
„Dieser Bereich ist zu breit, um mit Lärmschutzwänden umfassend etwas ausrichten zu können. Der Krach geht über die Wände hinweg“, erläutert der Bürgermeister.
Dort wird sich die Bahn eine Lärmschutzwand zwischen die Schienen setzen, um vor allem dem nächtlichen Lärm zu begegnen. Marenberg: „Die Wand wird auf 1200 Meter Länge zweieinhalb Meter hoch zwischen den Durchgangsgleisen mit dem Fernverkehr und den Rangiergleisen stehen.“
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