Dormagen (NGZ). Der TSV Bayer Dormagen feierte am Donnerstag die Eröffnung der neuen 400-Meter-Umlaufbahn am Höhenberg. Die neue Anlage hat rund 730 000 Euro gekostet und soll best mögliche Trainings- und Wettkampfbedingungen bieten.
Eigentlich hätte die neue Laufbahn im Stadion am Höhenberg blau-weiß sein sollen – in den Vereinsfarben des TSV Bayer Dormagen. Aber das hätte laut Rainer Lisson noch einmal 30 000 Euro mehr gekostet. Geld, das der finanzbewusste TSV dann doch lieber sparen wollte.
So ist der rot-braune Kunststoffbelag der 400-Meter-Umlaufbahn äußerlich kaum von der alten Bahn zu unterscheiden. "Doch die war marode", erläutert TSV-Vorsitzender Karl-Josef Ellrich. Vor allem bekam die Bahn in fünfmonatiger Arbeit ein neues Innenleben. Rainer Lisson, Sprecher des TSV: "In der Unterkonstruktion der Bahn wurden zwei neue Tragschichten eingebaut, eine ungebunden aus verdichtetem Schotter und eine bitumengebundene aus Asphalt." Zudem wurde das Entwässerungssystem erneuert. Die Oberfläche der Bahn wurde mit dem bereits auf der alten Bahn bewährten Oberbelag der Firma Polytan versehen. Die Sportler sind begeistert. "Die Bahn ist sehr angenehm zu laufen, hat den richtigen Grip und ist nicht zu hart", so Läuferin Steffi Platt.
Polytan M
Polytan M ist ein gießbeschichteter, mehrschichtiger und wasserundurchlässiger Belag.
Die Rundlaufbahn ist geeignet für Trainings- und Wettkampfbedingungen und entspricht der internationalen Klassifizierung IAAF CLASS 1 Norm.
Gebaut haben die neue Bahn am Höhenberg die STRABAG Sportstätten GmbH und die Polytan Sportstättenbau GmbH.
Die neue Bahn ist laut Lisson als Wettkampfbahn "B" für Wettkämpfe auf Landesebene zugelassen. Gleichzeitig wurden die Einrichtungen für die technischen Disziplinen erneuert. Damit wird der Höhenberg wieder zu einem Schmuckstück für die Leichtathleten. Und in der Mittagspause kommen auch die ersten Hobbyläufer aus dem Chempark, um ihre Runden zu drehen.
Die hat ihren Preis. 730 000 Euro haben die neuen Anlagen gekostet. Doch alle haben finanziell an einem Strang gezogen, um den Sportlern optimale Bedingungen zu bieten. Rund die Hälfte der Kosten trägt das Land Nordrhein-Westfalen. Für die Vertreterin des nordrhein-westfälischen Innenministeriums, Carmen Plitschke, eine Voraussetzung dafür, dass die Leichtathletik in Dormagen auch weiterhin einen hohen Stellenwert hat.
200 000 Euro steuerte die Bayer AG bei. Damit zeigt der Konzern nach den Worten seines Sportbeauftragten Jürgen Beckmann die Verbundenheit zum Standort Dormagen. "Das Geld ist gut angelegt und hilft, die Leichtathletik beim TSV Bayer weiter zu fördern." 120 000 Euro steuerte die Stadt Dormagen bei. "Wir unterstützen damit die hervorragende Arbeit, die der größte Sportverein am Ort insbesondere bei den Jugendlichen leistet", so Bürgermeister Peter-Olaf Hoffmann am Donnerstag bei der offiziellen Übergabe der Sporteinrichtung. 50 000 Euro steuerte der Verein selbst bei. "Damit haben unsere Leichtathleten optimale Bedingungen", sagt TSV-Vorsitzender Karl-Josef Ellrich. Projektleiter Marc Klein vom TSV und der Landschaftsarchitekt Rainer Ernst sind froh, dass die Arbeiten jetzt zeitgerecht abgeschlossen sind, und nun die Sportler das Sagen haben. Und die sollen nun auf dem neuen Untergrund Bestzeiten laufen.
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