Schützenfest-Neuerungen in Gohr (NGZ). Dieter Kraus verlor auch trotz seines gebrochenen Arms die gute Laune nicht. Der Regimentschef der Gohrer SebastianusSchützenbruderschaft, der nach einem Reitunfall außer Gefecht gesetzt ist, bekam am Sonntag im Schützenzelt das St. Sebastianus-Ehrenkreuz überreicht.
Bundesmeister Wolfgang Kuck würdigte damit die vielfältigen Verdienste des Gohrer Generals und ehemaligen Schützenkönigs. Hohe Auszeichnungen erhielten auch Hermann-Josef Glasmacher, Günter Parmentier, Frank Zacheja und Dirk Steinkühler. Ihre Uniformen schmückt nun der Hohe Bruderschaftsorden.
Das Silberne Verdienstkreuz heftete Brudermeister Erwin Trenz den Aktiven Ralf Täumel, Ingo Radszys, Horst Krücken und Dieter Schillings ans Revers. In den Kreis der Ehrenmitglieder nahmen die Gohrer Lambert Wilbertza auf. Auszeichnungen für 50-jährige Mitgliedschaft gingen an Wolfgang Hollender, Werner Krukow und Hans-Peter Weyer. Beim Königsehrenabend in der Vorwoche waren bereits Andreas Wissdorf, Torsten Reyer, Franz-Josef Hirtz, Heinrich Kalytta, Klaus Roggon, Michael Klefisch, Thorsten Bersch und Bernd Feiser für 25 aktive Schützenjahre geehrt worden.
Der Ehrungsakt bildete am Sonntag einen Glanzpunkt eines bislang rundum gelungenen Schützenfestes in Hügeldorf. Auf großen Anklang stieß die stilvolle Gefallenenehrung, die die Sebastianer auf Samstag vorverlegt hatten. Am Ehrenmal ertönte der Große Zapfenstreich. "Der Kirchplatz war so voll wie sonst bei einer Königsparade. Es hat sich wohl gelohnt, dass wir alle Gohrer Haushalte mit einer Wurfsendung über die Neuerung informiert haben", sagte Geschäftsführer Torsten Reyer.
Ein Ereignis, das insbesondere Schützenkönig Horst Becker und Jungschützenkönig Alexander Schmitz unter die Haut ging, folgte Sonntag Morgen in der Pfarrkirche St. Odilia. Präses und Pfarrer Gaudencio Guijarro Mayor verlieh den beiden Regenten ihr Königssilber. "Das ist eine völlig neue Art der Krönung, wie es sie im Stadtgebiet nicht gibt", zeigte sich auch Bürgermeister Reinhard Hauschild begeistert.
Die Pfarrkirche St. Odilia böte für diese Gelegenheit einen einzigartigen Rahmen. Zufrieden schaute auch Kassierer Dirk Steinkühler in die Runde. Er verzeichnete beim Tanzball am Samstag einen leichten Besucher-Zuwachs gegenüber dem Vorjahr. Mit einem Gewinn schlossen die Gohrer die vom Scheibenschützenzug "Et Lööf" initiierte Tombola im Festzelt ab. "Ich bin ausnahmsweise zufrieden", sagte Steinkühler mit einem verschmitzten Lächeln auf den Lippen.
Sonntag Nachmittag zog das von Major Hans-Dieter Braun angeführte Regiment mit Fahnen und Blumenhörnern durch den Ort. Beifall auf offener Szene erhielten die Marschierer für die sehenswerte Königsparade am Kirchplatz. Am Abend stand noch ein weiterer Tanzball mit der Gruppe Teamwork auf dem Programm. Am Montag ab 16 Uhr ermitteln die Gohrer den Schützenkönig und den Jungschützenkönig für die Saison 2004/2005. omo
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