Dormagen (NGZ). Dormagen (Sto) Am Mittwochnachmittag, 16.20 Uhr. In der Wache Dormagen geht ein Alarm der besonderen Art ein. Feuer in der Lackfabrik an der Roseller Straße im dortigen Gewerbegebiet.
Wenig später sind 60 Wehrleute vor Ort mit den entsprechenden Fahrzeugen und der benötigten Ausrüstung. Dichter Rauch dringt aus dem Gebäude. Die ersten Wehrmänner dringen unter Atemschutz in das Gebäude ein. Ein Höllengang. Vier von ihnen kommen völlig erschöpft wieder heraus. Sie klagen über Reizungen der Augen und im Mund.
Einsatzleiterin Sabine Voss, Chefin der hauptamtlichen Wehr, lässt sie vorsorglich zur Beobachtung ins Krankenhaus bringen. Sechs weitere Wehrmänner dringen unter Atemschutz in das Gebäude. Von außen werden Wasserwerfer eingesetzt, innen wird vor allem entlüftet. „Offenbar ist es in einem Rührwerk der Lösungsmittelherstellung zu einer Verpuffung gekommen“, beschreibt Sabine Voss die Ursache.
Durch die Belüftung sei es dann zu der heftigen und schnellen Ausbreitung des Rauchs gekommen. Zu der Ursache der Verpuffung konnte sie noch keine Aussagen machen, ebenso wenig zur Höhe des Schadens. Rauch war nur kurze Zeit nach außen getreten; die Feuerwehr hat alles unternommen, um mögliche Schädigungen durch Austritt der Lösemittel zu verhindern.
Währenddessen geht es in dem Gebäude zunächst darum, den Rauch einzudämmen. Schließlich beginnen die Wehren damit, die komplette Lüftungsanlage in diesem Teil des Gebäudes zu entfernen. Nur so kann die Wehr auch noch verbliebene Glutnester aufspüren. Anschließend wird der gesamte Gebäudekomplex massiv belüftet.
Von einer Gefährdung der Bevölkerung wird nicht ausgegangen.
Unterdessen stehen Notärzte und Rettungssanitäter sowie Krankenwagen in Bereitschaft, um möglicherweise Feuerwehrleuten helfen zu können. Die kommen völlig erschöpft, mit weißem Staub bedeckt aus dem Gebäude, kaum fähig, den Atemschutz selbst abzunehmen.
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