Dormagen (NGZ). Dienstag Vormittag trat im Chempark Dormagen Flüssiggas aus dem Tanklager bei Ineos aus. Sofort wurde die B gesperrt. Es gab keine Verletzten, es bestand keine Gefahr. Die Werkfeuerwehr vereiste die Austrittsstelle.
Worringen/Dormagen Dienstag Vormittag 10 Uhr. Tanklager von Ineos Köln unmittelbar an der Bundesstraße 9. Plötzlich gibt es Alarm. Gasalarm. Ein Leck. Flüssiggas entweicht. Sofort wird die Werkfeuerwehr alarmiert. Sie ist wenige Minuten später mit 20 Wehrmännern vor Ort.
Kurz danach trifft die Berufsfeuerwehr Köln mit 15 erfahrenen Wehrleuten vor Ort ein. Die erste Erkenntnis: „Das Flüssiggas ist hoch entzündlich“, so der Einsatzleiter vor Ort. Als erste Maßnahme wird die Bundesstraße 9 gesperrt, die unmittelbar an dem Tanklager vorbeiführt.
Nicht auszudenken, wenn dort ein Autofahrer eine brennende Zigarette durch das Seitenfenster entsorgt hätte. Es handelt sich nach Angaben von Ineos-Pressesprecherin Dr. Anne-Gret Iturriaga-Abarzua um ein Flüssiggas, „wie es an Tankstellen gehandelt wird und in Campingflaschen erhältlich ist.“ Es besteht aus Butan und Butenen. Höchste Feuergefahr.
Im Umfeld des Chemparks auf der B 9 kommt es zu massiven Verkehrsbehinderungen, insbesondere in Worringen. Die Autofahrer werden umgeleitet. Auch der Parallelweg ist gesperrt. Davon allerdings ist zunächst bei Ineos nichts bekannt.
Eine weitere Maßnahme: Unmittelbar nach dem Alarm setzen sich die Messwagen von Chempark-Betreiber Currenta und der Kölner Wehr in Bewegung, messen an verschiedenen Stellen in der Umgebung die Luft, werten die Ergebnisse aus.
Dann Entwarnung: „Keine Gefahr für die Nachbarn im Umfeld des Chemparks“, so die Pressesprecherin. Allerdings: Die Luft im unmittelbaren Umfeld des Tanklagers ist erheblich belastet. Dennoch, und das ist die gute Nachricht: „Es hat keine Verletzten gegeben.“
Zunächst wird die Leitung in ein dafür vorgesehenes Sammelsystem entleert und der Druck genommen. Die Feuerwehren versuchen derweil das Leck an der Leitung zu schließen. Offensichtlich ein schwieriges Unterfangen. Das austretende Gas hat den Flansch vereist; er lässt sich nicht mehr bewegen.
Die Wehrmänner bringen Bandagen auf, stoppen den Austritt und vereisen die Austrittsstelle ganz gezielt. Es dauert fast 80 Minuten bis das gelingt. Gegen 11.20 Uhr ist es dann soweit. Zur Ursache des Vorfalls gibt es offiziell keine Stellungnahme. Inoffiziell ist zu erfahren, dass wahrscheinlich eine Dichtung undicht war.
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