kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
Kommentare ()

Dormagen: Gefragt: Auslandserfahrung

VON CHRIS STOFFELS - zuletzt aktualisiert: 19.11.2006 - 21:30

Dormagen (NGZ). Dormagen Ohne Auslandsaufenthalt, ohne gründliche Sprachkenntnisse oder ohne Auslandssemester läuft in vielen Berufen kaum noch etwas. Die Aussichten, eine Stelle ohne diese Sprach- oder Auslandserfahrung zu bekommen, sinken dramatisch.

Informationen über Austauschprogramme n aus erster Hand: Die Schülerinnen Hannah Bauers, Julia Kelner und Nicola Cerfontaine im Gespräch mit Bürgermeister Heinz Hilgers (3.v.r.) und Kreisdirektor Hans-Jürgen Petrauschke (r.). 
 Foto: NGZ
Informationen über Austauschprogramme n aus erster Hand: Die Schülerinnen Hannah Bauers, Julia Kelner und Nicola Cerfontaine im Gespräch mit Bürgermeister Heinz Hilgers (3.v.r.) und Kreisdirektor Hans-Jürgen Petrauschke (r.). Foto: NGZ

Doch was sind die erfolgreichsten Wege für einen Job in den USA, ein Semester an der Sorbonne in Paris oder ein Au-Pair-Jahr in Neuseeland? Robert Helm-Pleuger weiß Rat. Er kam von der Koordinierungsstelle des europäischen Jugendinformations-Netzwerkes „Eurodesk Deutschland“ in die Kulturhalle, um dort vor zahlreichen Schülern Dormagener Schulen Möglichkeiten für den Auslandsaufenthalt aufzuzeigen. Einige der Wege ins Ausland:

- Der europäische Freiwilligendienst bietet für maximal ein Jahr gemeinnützige Arbeit in sozialen oder Umwelt-Projekten. Er ist nicht als Zivildienst oder Praktikum anerkannt.

Info

Eurodesk

Informationen zu allen Formen der Auslandsaufenthalte gibt es bei dem Jugendinformations-Netzwerk Eurodesk in Bonn. Es ist zu erreichen unter der Hotline: 02 28/9 50 62 50 oder im Internet unter www.rausvonzuhaus.de

- Auch das Freiwillige soziale Jahr kann im Ausland absolviert werden und wird hier als Zivildienst anerkannt. Alter: 19 bis 29 Jahre.

- Speziell für Wehrdienstverweigerer gibt es einen Dienst im Ausland, der über anerkannte soziale Vereinigungen organisiert wird.

- Europäische Freiwilligendienste gibt es in unterschiedlichen Formen als Workcamps, in christlichen Austauschprogrammen und als Friedensdienste vorwiegend in der Entwicklungshilfe.

- Viele junge Männer und Frauen suchen Au-Pair-Stellen, insbesondere, um die Sprache zu lernen. Eine solche Stelle sollte für mindestens ein Jahr eingeplant werden; der Referent empfahl dazu spezielle Au-Pair-Dienste, die bei Problemen einen Stellenwechsel ermöglichen.

- Jobs für Schüler und Studenten werden im Ausland vor allem in den Bereichen Tourismus, Gastronomie, Landwirtschaft, Messen und Großereignisse zum Beispiel Sportbereich (Weltmeisterschaft) gesucht.

- Praktika sind im Ausland weitgehend unbekannt. Es gibt aber mittlerweile eine Informations- und Stellen-Börse, die solche zeitlich begrenzten Arbeiten in ausländischen Unternehmen vermittelt.

- Sehr verbreitet sind mittlerweile Auslandsstudien. Wer das komplette Studium im Ausland absolviert, kann nicht mit Förderung (Bafög) rechnen, anders als bei einigen Auslandssemestern. Für das Studium gibt es zahlreiche Austauschprogramme.

Zu Beginn der Veranstaltung hatten Bürgermeister Heinz Hilgers und Kreisdirektor Hans-Jürgen Petrauschke auf die Bedeutung der Auslandserfahrungen für junge Menschen hingewiesen.

Was unter Adenauer und De Gaulle mit der deutsch-französischen Freundschaft auf politischer Ebene begonnen habe, sei mittlerweile ein reger Austausch zwischen den Menschen, insbesondere den Jugendlichen, geworden. Petrauschke: „Europa kann nur zusammenwachsen, wenn sich die Menschen besser kennenlernen und sich gegenseitig besuchen.“ Sowohl Dormagen wie auch der Rhein-Kreis pflegen dazu vielfältige Beziehungen von Polen bis Israel, von Frankreich bis Portugal, von Slowenien bis nach Spanien, von Mexico bis Wuxi in China.

Wie Partnerschaft konkret praktiziert wird, zeigten drei Schulen anhand ihrer Kontakte auf. Detlev Klein stellte die Verbindungen des Norbert-Gymnasiums Knechtsteden zu der Partnerschule in Venlo und die gemeinsamen Besuche europäischer Einrichtungen in Straßburg vor.

Ernst Bizer, Leiter des Berufskollegs in Neuss präsentierte die vielfältigen Beziehungen mit entsprechenden Business-Klassen. Renate Rahnenführer ließ eindrucksvoll die Kontakte zwischen dem Bettina-von Arnim-Gymnasium und einer Schule in Krakau Revue passieren. Die Jugendlichen in der Kulle waren auf den Geschmack gekommen und hatten einen regen Informationsbedarf.

Quelle: NGZ

 
weitere Artikel
 
Links zu diesem Artikel
 

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

AUS DER NACHBARSCHAFT
MEHR
Demonstrationen von Mitarbeitern von Bayer Industry Services mit rund 3000 BIS-Mitarbeitern in Leverkusen. Rund 500 Beschäftigte aus dem Dormagener Chemiepark waren über den Rhein gefahren, um daran teilzunehmen. Jetzt soll versucht werden, ein Lanxess-Modell in die Verhandlungen einzubringen.

Dormagen

Lanxess - ein Modell für Bayer?

Der Chemiekonzern Lanxess gliedert seine Technischen Dienste mit etwa 700 Mitarbeitern in ein 100-prozentiges Tochterunternehmen aus. Dort soll ab Jahresbeginn dann ein neues Arbeitszeit- und Service-Modell erprobt werden. VON Chris Stoffels  mehr 

 

Dormagen

Im Malerviertel rücken die Bagger an

Die Idee ist bereits Jahrzehnte alt, jetzt wird sie umgesetzt: Bereits kurz nachdem das Malerviertel im Norden Dormagens gebaut worden war, begann die Diskussion um eine Erweiterung des Neubaugebietes in Richtung Norden. VON Petra Schiffer  mehr 

 
 
 
 
 
BILDER AUS DORMAGEN
Service-WM
Service-WM
Bei der Service-WM kam es auf Freundlichkeit und Zuverlässigkeit an. D .. mehr 
 
Service-WM
Service-WM
Bei der Service-WM kam es auf Freundlichkeit und Zuverlässigkeit an. D ..
mehr 
Stau nach Panne am Chempark
Stau nach Panne am Chempark
Zu Staus kam es im Bereich Alte Heerstraße/ ..
mehr 
Dormagen: "Ich seh Dir in die Augen, Kleines"
Dormagen: "Ich seh Dir in die Augen, Kleines"
Zum 55. Todestag von Humphrey Bogart hat ..
mehr 
DHC Rheinland gegen die TSG Friesenheim
DHC Rheinland gegen die TSG Friesenheim
Mit einer Niederlage hat sich Zweitligist ..
mehr