Dormagen (NGZ). Im TopWest-Gebiet geriet am Freitag ein 46-Jähriger bei Arbeiten an ein Starkstromkabel und wurde schwer verletzt. Der Kabelschaden führte zu einem fast einstündigen Stromausfall in dem ganzen Gebiet.
Plötzlich ist alles dunkel. Im Hit-Markt und in den anderen Märkten geht das Licht aus. Es ist 13.45 Uhr im Gewerbegebiet TopWest. Im Hagebaumarkt und bei Möbel Orth gehen die Brandmeldeanlagen an. Kunden werden unruhig. Die Ampeln fallen aus, was zu einigen heiklen Situationen und Beinahe-Unfällen führt. Was ist geschehen am hellichten Tag zur besten Einkaufszeit am Freitagnachmittag im gut besuchten TopWest Gewerbepark?
Es war zu einem schweren und folgenreichen Unfall in dem Gewerbepark gekommen. Ein Arbeiter war gegen 13.45 Uhr damit beschäftigt, eine defekte Laterne an der Ecke Rostocker Straße/Mathias-Giesen-Straße zu reparieren. Dazu stemmte er mit einem Presslufthammer die Umgebung des Laternenmastes auf. Offenbar hat der 46-Jährige dabei ein Starkstromtromkabel berührt.
TopWest-Gebiet
Das TopWest Gebiet ist das größte Fachmarktzentrum in Dormagen, das in den siebziger Jahren entstand.
Zentraler Punkt ist der Hit-Markt mit einem breiten Angebot im Lebensmittel- und im Frischebereich. Im Gefolge haben sich zahlreiche Fachmärkte und Autohäuser dort angesiedelt.
Nach Angaben der Dormagener Feuerwehr gab es einen Lichtbogen, und es war zu einer Flammenbildung aus dem Kabel gekommen. Der 46-Jährige erlitt schwere Verbrennungen vor allem an beiden Armen und dem Oberkörper. Der Mann wurde nach der Versorgung durch den Notarzt mit dem Rettungswagen auf das nur wenige Meter entfernte Gelände der Dormagener Feuerwehr an der Kieler Straße gebracht. Dort landete wenige Minuten später der Rettungshubschrauber. Er flog den Schwerverletzten in die auf Verbrennungen spezialisierte Unfallklinik nach Duisburg. Lebensgefahr besteht offenbar nicht mehr.
Ein folgenschwerer Unfall: Der Strom im gesamten TopWest Gewerbepark fällt aus. Für eine Dreiviertel-Stunde liegt alles brach in dem Gewerbegebiet. Hit-Markt Chef Helmut Röder schaltet die Notstrom-Aggregate ein. Doch die Kassen machen schlapp. Röder reagiert sofort, geht an die Süßigkeitenregale und beköstigt die Kunden. "Die Kunden warteten geduldig, bis alles wieder lief", so Röder. Ware in den Tiefkühltruhen kam nicht zu schaden. Dennoch bekennt Röder: "In den 33 Jahren in diesem Geschäft habe ich einen solchen Blackout noch nicht erlebt." Auch in anderen Geschäften und Büros hatten die Mitarbeiter die Lage recht schnell im Griff.
Mitarbeiter der evd bemühten sich derweil den Schaden zu beheben. Kurz vor 14.30 Uhr hatten die Unternehmen im Gewerbepark wieder Strom.
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