SPD-Stadtverbandsvorsitz: Hanselmann verzichtet (NGZ). Angeblich liegt die Ursache in einer zeitlichen Überschneidung. Während der Vorstand des SPD-Stadtverbands einstimmig Udo Hanselmann für den Vorsitz des Stadtverbandes nominierte, soll SPD-Fraktionsvorsitzender Robert Krumbein mit Alt-Bürgermeister Heinz Hilgers ein intensives Gespräch über die Dormagener Parteiführung geführt haben.
Ergebnis: Heinz Hilgers hat Interesse für diese Position. Udo Hanselmann zieht seine Kandidatur für den Parteitag am 9. April zurück - einzig verbleibender Kandidat ist Hilgers. Udo Hanselmann, im Gegensatz zu Hilgers Ratsmitglied, will sich künftig auf seine neue Rolle als stellvertretender Fraktionsvorsitzender konzentrieren. Er ist für diese Position nominiert.
Hanselmann auf Anfrage gegenüber der NGZ: "Für Heinz Hilgers besteht die einzige Möglichkeit, an maßgeblicher Stelle in die Politik zurückzukehren, über den Parteivorstand. Ich kann mich im Fraktionsvorstand artikulieren." In keinem Fall habe Udo Hanselmann gegen Hilgers im Wettbewerb um die Nachfolge von Christian Thiel-Briesen antreten wollen. Er habe mittlerweile seinen Verzicht auf eine Kandidatur erklärt. Heinz Hilgers verspürt offenbar nach selbst gewählter Politik-Abstinenz wieder den Drang nach politischer Präsenz.
"Ich will das Profil der SPD in Dormagen wieder schärfer herausarbeiten", erklärt er auf Anfrage der NGZ. Im Klartext: Hilgers drängt auf einen stärkeren Konfrontationskurs als dies in weiten Teil der Fraktion zurzeit getan wird. Offenbar waren in der Vergangenheit Teile der Partei und der Fraktion nicht mit dem Kurs der Fraktionsführung, insbesondere der Zustimmung zum Haushalt, zufrieden.
Hilgers gegenüber der NGZ: "Ich möchte mehr Kreativität in die Dormagener Politik einbringen und stärker die sozialdemokratischen Positionen deutlich machen."Ob Heinz Hilgers mit dem Einstieg nach dem Ausstieg weitere Ambitionen zum Beispiel auf eine Kandidatur für das Bürgermeisteramt verbindet, bleibt letztlich offen.
Zwar weist er gegenüber der NGZ in diesem Zusammenhang auf seine "privaten Verhältnisse" hin, die gut dotierte Halbtagsstelle bei der Hamburger Greve-Gruppe in Neuss, die er bei einem solchem Schritt aufgeben müsste. Doch sitzt auf der anderen Seite der Stachel der Wahl-Niederlage gegen Reinhard Hauschild tief. Chris Stoffels
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