Dormagen (NGZ). Die Führungskräfte der Dormagener Feuerwehr probten den Einsatz bei heiklen Industriebränden im internationalen Feuerwehr-Übungszentrum Falck Risk in Rotterdam. Die Kosten für den Einsatz trug RWE.
Dormagen Industriegebiet Delrath. Flüssiggas-Erdgas-Speicher von RWE. Wenn es dort richtig knallen sollte, kommt es zur Katastrophe, im Umkreis von bis zu 500 Metern steht nichts mehr.
Seit 1976 steht der Tank - ohne größeren Störfall. Das soll auch so bleiben. Betriebsleiter Horst Becker: „Wir haben die Anlage in den vergangenen vier Jahren optimal gesichert und mit der Dormagener Feuerwehr alle einzelnen Schritte abgesprochen.“
Doch das reicht unter Umständen nicht für den Ernstfall. Jetzt wurden unter realistischen Bedindungen solche Einsätze geprobt. „Heiße Übung“ nennt Feuerwehr-Chefin Sabine Voss die Weiterbildung.
RWE übernahm die Kosten von mehr als 50 000 Euro. Der Betriebsleiter und Brandschutzbeauftragter Tom Fuchs löschten persönlich mit.
20 Feuerwehr-Leute der haupt- und ehrenamtlichen Wehr fuhren an zwei Wochenenden zu Falck Risk in den Rotterdamer Hafen, ließen sich dort von dem international renommierten Ausbilder Amos Moest in die hohen Weihen der Lösch- und Rettungskunst bei Industrie-Szenarien auf internationalen Niveau einweihen.
Falck Risk ist mit 46 000 Quadratmetern das weltweit größte Trainingslager für Feuerwehren, eine vergleichbare Einrichtung gibt es nur noch in Schweden. „Wir hatten mächtig Muskelkater“, klagt auch Horst Becker.
An den Wochenenden standen je 30 Stunden härtester Einsatz auf dem Plan. Schweiß rinnt, höchste psychische und physische Anspannung bei der Rettung eines Bewusstlosen, nachdem ein Auto unter einen Tanklastwagen gerast und in Flammen aufgegangen ist.
Rettung um jeden Preis, Stress - „ein Feuerwehrmann bricht sich den Daumen“, brichtet Voss. Der Übungsleiter steigert die Spannung durch unliebsame Überraschungen bis zum Zerreißen.
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