Dormagen (NGZ). Wolfgang Horst sieht die beschlossene Gebührenerhöhung für die Musikschule kritisch. "Nach diesem Schritt halte ich die Bestandsgarantie der Politik teilweise für eine Farce", sagte der Vorsitzende des Musikschul-Fördervereins am Freitag.
"Man erhält die Einrichtung, macht sie durch die Gebührenerhöhungen allerdings so unattraktiv, dass sie zerfallen könnte", erläuterte er.
Grundsätzlich stand er einer Erhöhung positiv gegenüber. "Wir und der Elternbeirat wurden zwar über eine Erhöhung, nicht aber über das Ausmaß informiert", erklärte Horst. Dass diese jetzt mit zehn Prozent beim Einzel- und 15 Prozent beim Gruppenunterricht kommt, hatte er wohl nicht erwartet: "Das ist zu viel auf einmal." Als Gewinner der Erhöhung sieht Horst die privaten Musiklehrer.
Stadtpressesprecher Harald Schlimgen machte gestern deutlich, dass in Zukunft "weiterhin neue Instrumente angeschafft werden, um den vorhandenen Standard der Musikschule zu halten. Dafür werden auch Einnahmen aus den Instrumentengebühren verwendet." Diese wurden von 24 auf 60 Euro angehoben. Mit der Erhöhung der "bisher sehr niedrigen Gebühren wird ein Beitrag zur weiteren Finanzierung der Musikschulangebote geleistet", unterstrich er.
Für Horst ist klar: Wenn die Nachfrage sinkt, könne ein mögliches Defizit nicht durch den Förderverein gedeckt werden.
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