Dormagen (NGZ). Die Gemüter haben sich beruhigt in Rheinfeld, auch wenn niemand den tragischen Tod zweier Hunde, die Düngemittel gefressen hatten und daran verendet waren, vergessen kann.
Schon allein deshalb nicht, weil die Spaziergänger und Gassi-Geher jeden Tag an der Stelle vorbeikommen, an der die Hunde mit dem tödlichen Gift in Kontakt kamen. Und die ist nach wie vor gut sichtbar abgesperrt.
Zwar wurde in der Zwischenzeit auf den betroffenen Flächen Rindenmulch aufgetragen, eine Art Schutzschicht, damit Mensch und Tier mit dem giftigen Stoff Rizin nicht mehr in Verbindung kommen. Außerdem helfe der Mulch, den natürlichen Giftstoff im Boden abzubauen, so Stadtsprecher Swen Moeser.
Bisher wurden aber in allen bis dato genommenen Bodenproben immer noch Spuren des Giftes gefunden.
Moeser: "Die Technischen Betriebe kontrollieren die Fläche täglich, auch das Ordnungsamt kommt sporadisch vorbei und schaut, dass alles weiterhin sicher abgesperrt ist." Und dem ist nicht immer so: "Am Wochenende wurden die Pflöcke aus dem Boden und das Flatterband abgerissen. Das ist natürlich alles ruckzuck wieder aufgestellt worden, aber trotzdem sehr ärgerlich."
In der nächsten Woche steht eine neue Bodenprobe an, die dann wieder vom Robert-Koch-Insitut in Berlin auf Spuren des giftigen Düngers hin untersucht wird. 14 Tage später sollen die Ergebnisse vorliegen – und bis dahin bleibt alles so, wie gehabt. Nur das Düngemittel, das den Tod der Tiere verursacht haben soll, wird nicht mehr eingesetzt. Das hatte die Stadt bereits auf einer Bürgerversammlung versprochen.
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