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Dormagen: „Ich bin zu Hause“

VON MARION DREISCHER - zuletzt aktualisiert: 16.09.2007 - 21:30

Dormagen (NGZ). Dormagen Pater Johannes Kallarackal sorgte gleich zu Beginn in der Pfarrkirche St. Michael für heitere Mienen und viel Applaus, als er in Anlehnung an den berühmten Satz „Habemus papam - Wir haben einen Papst“ verkündete: „Habemus pastorem!“

Viele Priester, Diakone, Pastoral- und Gemeindereferenten folgten gestern der Einladung , im liturgischen Gewand an der ersten Messe in St. Michael von Pfarrer Peter Stelten (4.v.l.) teilzunehmen.  Foto: NGZ
Viele Priester, Diakone, Pastoral- und Gemeindereferenten folgten gestern der Einladung , im liturgischen Gewand an der ersten Messe in St. Michael von Pfarrer Peter Stelten (4.v.l.) teilzunehmen. Foto: NGZ

Denn am Sonntag wurde Peter Stelten offiziell als neuer Pfarrer in die Pfarrgemeinde eingeführt und trat damit die Nachfolge von Pfarrer Guido Assmann an. „Wir wünschen Ihnen viel Kraft und Gottes Segen“, sagte Pater Johannes und versicherte dem neuen Pfarrer, dass er seinen Dienst nicht alleine zu bewältigen hat. „Die Mitarbeiter helfen Ihnen beim Tragen der Verantwortung.“

Viele waren gekommen, um Peter Stelten in seiner neuen Gemeinde St. Michael zu begrüßen: Priester, Diakone, Pastoral- und Gemeindereferenten ebenso wie die Mitglieder des Pfarrgemeinderates, des Kirchenvorstandes und des Kirchengemeindeverbandes. Vor allem aber freute sich der neue Pfarrer über die zahlreichen Bürger aus Dormagen und Umgebung, die an seiner Amtseinführung teilnahmen.

Info

Stationen des Pfarrers 

Kaplan Peter Stelten wurde am 14.Mai 1962 in Oberhausen geboren und ist in Duisburg-Großenbaum aufgewachsen. Zum Diakon wurde er 1996 geweiht, zum Priester am 22. Juni 2001 im Kölner Dom. Nach einer kurzen Kaplanszeit in Köln Kalk bis 2002 wurde er Kaplan in Haan und Gruiten. Von 2003 bis zu seinem Beginn in Dormagen war er dort Pfarrverweser an St. Chrysanthus und Daria und St. Nikolaus in Haan und Gruiten.

„Mir ist in den vergangenen beiden Wochen schon sehr viel Herzlichkeit entgegengebracht worden“, so Stelten, „Menschen haben mich auf der Straße angesprochen und mich willkommen geheißen.“

Dass auch ihm viel an der Verbindung zu den Dormagener liegt, offenbarte er gleich in seiner ersten Predigt. „Ich habe mir lange Gedanken gemacht, wie ich Sie begrüße“, erklärte der neue Pfarrer seine Überlegungen. Letztendlich hat er sich für „Liebe Christen, liebe Schwestern, liebe Brüder“ entschieden und möchte das auch weiter so beibehalten, denn es sei seiner Meinung nach passender und persönlicher als beispielsweise „Liebe Dormagener“.

Damit unterstrich der 45 Jahre alte Pfarrer, dass ihm Gemeinschaft viel bedeutet: „Ich lade alle Mitglieder der Gemeinde zum Mitfeiern ein, aber auch zum Mitarbeiten und natürlich zum Mittrauern.“

Symbolisch wurden Pfarrer Peter Stelten in der Messe kleine Geschenke von den Mitgliedern der fünf umliegenden Kirchen überreicht und jeweils mit einer Fürbitte in Verbindung gebracht. Neben einem Leib Brot erhielt der Pfarrer - in Erinnerung an seine alte Heimat Duisburg - ein „Pfarrherren-Sekt aus dem Ruhrgebiet“ und einen Winddrachen, um gemeinsam „an einem Strang zu ziehen“.

Außerdem wurde dem passionierten Radfahrer eine Fahrradklingel geschenkt, „um aufeinander Acht zunehmen“. Auch an schlechte Zeiten wurde gedacht: eine Friedenspfeife soll helfen, immer wieder zueinander zu finden.

Der Einladung des Pfarrgemeinderatsvorsitzenden Adolf Thöne zu einem anschließenden Empfang rund um das Römerhaus, folgten nach der Heiligen Messe viele Mitglieder der Gemeinde. Denn neben Pfarrer Peter Stelten hatte dort jeder die Möglichkeit, auch die neue Gemeindeassistentin, Katica Engel, kennenzulernen, die gemeinsam mit dem Pfarrer Anfang September ihren Einstand in Dormagen feierte.

Erste Berührungsängste waren schnell vergessen, als beim Blick in die Runde eine gewisse Vertrautheit einkehrte. „Ich kenne doch schon viel mehr Menschen in der Gemeinde, als ich dachte“, freute sich Pfarrer Stelten. „Ich bin zu Hause.“

Quelle: NGZ


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