Dormagen (NGZ). Dormagen Einstimmig bei einer Enthaltung. Am Ende stand am Montagabend Gerd Trzeszkowski (57) mit einenem besseren Nominierungs-Ergebnis da als Bürgermeister Heinz Hilgers am 4. November. Die Dormagener SPD stellte sich fast geschlossen hinter „Trzesz“: Von 92 gültigen Stimmen erhielt er 91 bei einer Enthaltung.
Fast noch wichtiger: Für seine Rede, sehr persönlich gehalten und im Vergleich zu anderen Kandidaten mit eher leisen Emotionen vorgetragen, erhielt er stehenden Beifall. Bis auf einige gelegentliche Kinderstimmen war es mucksmäuschenstill im Haus für Horrem.
„Trzes“ wurde der Start allerdings leicht gemacht. Bürgermeister Heinz Hilgers, hatte seinem Fachbereichsleiter Kinder, Jugend, Soziales,Schule und seinem Freund das Feld bereitet. Hilgers erläuterte noch einmal seine Entscheidung, aus gesundheitlichen Gründen nicht anzutreten: „Ich habe mir die Entscheidung nicht leicht gemacht. Aber ich trete lieber sechs Jahre früher zurück, als sechs Minuten zu spät.“
Für ihn sei „Trzesz“ ein „echtes Kontrastprogramm zu dem CDU-Kandidaten“. Und er konnte sich Seitenhiebe auf Peter-Olaf Hoffmann nicht verkneifen: Er sei in den achtziger Jahren gegen Gesamtschule, gegen Fußgängerzone und gegen ein eigenes Jugendamt und damit gegen Meilensteine in der Stadtentwicklung gewesen.
„Fortschritt für Dormagen, Stillstand wäre Rückschritt“, lautet das Leitmotiv der Kandidatur von Gerd Trzeszkowski. Mit persönlichen Tönen, aber inhaltlich voll überzeugend, stellt er zunächst seine Persönlichkeit vor, seine Ausbildung mit Umwegen über Werbe- und Fensterverkäufer bis zum erfolgreichen Studium der Sozialpädagogik, der Arbeit seit 1981 für Dormagen und die Verantwortung für etwa die Hälfte der Rathaus-Bediensteten. Dabei lässt er seine Wurzeln spüren: SPD und Gewerkschaft.
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