Dormagen (NGZ). Mit seltenem Handwerk und ausgefallenen Angeboten lockte der achte Kunsthandwerkermarkt in der Klosterscheune Knechsteden wegen der Hitze nicht sehr viele Besucher an. Doch die, die kamen, waren begeistert.
Eigentlich fallen sie gar nicht besonders auf: ein kleines Stück Seide, schön verziert mit Pinsel und Farbe, ausgestattet mit einem kleinen Bambusgriff. Doch die farbenfrohen Fächer von Isolde Johanna Bolle sind der Verkaufsschlager des Wochenendes, haben sie bei rund 35 Grad dem einen oder anderen Gast den Besuch des Kunsthandwerkermarktes versüßen können. "Da habe ich wirklich Glück gehabt," freut sich die Delratherin, die in diesem Jahr bereits zum fünften Mal am Markt in der Klosterscheune Knechtsteden teilnimmt. "Man muss einfach die richtige Sache zum richtigen Zeitpunkt anbieten," meint eine Kundin zu den handgemachten Stabfächern und kauft gleich noch ein Seidenband für die am Wochenende obligatorische Sonnenbrille dazu.
Schauspiel im Kulturhof
Termin Am 23. Juli beginnt der Theatersommer in Knechtsteden.
Programm 23. Juli, 20 Uhr: "Candlelight & Liebestöter", 24. Juli, 20 Uhr: "Unbemannt – wir sind noch zu haben", 30. Juli, 20 Uhr "Theater, Theater!", 31. Juli, 20 Uhr: "Sekretärinnen", 6. August, 20 Uhr "Mitternachtspagetti", 7. August, 20 Uhr: "Der etwas andere Galaabend"
Karten KulturbüroTel. 02133 257338
Der traditionsreiche Kunsthandwerkermarkt in der alten Scheune in Knechtsteden fand in diesem Jahr bereits zum achten Mal statt. Aufgrund der großen Hitze kamen am Samstag und Sonntag leider nicht so viele Besucher auf den Markt, um sich kunstvolles Handwerk anzusehen. Doch trotz des ausbleibenden Besucheransturms waren die Aussteller aus Dormagen, dem Rheinland und vereinzelt auch aus anderen Teilen Deutschlands motiviert und bestens gelaunt.
"Das Spektrum der 75 ausstellenden Künstler wird immer breiter. Dieses Jahr gibt es zum ersten Mal eine Papeterie und einen Besteckkünstler," sagt die Zonserin Ute Godyla, die vom Kulturbüro mit der Marktorganisation beauftragt wurde. Abgesehen von Buchbindern, Goldschmieden, Drechslern, Steinmetzen und anderen klassischen Handwerken, konnten die Besucher auch Seltenes wie den Stand des Lautsprecherbauers Bernd Vroemen bestaunen.
Neben der Möglichkeit einigen der anwesenden Kunsthandwerkern bei ihrer Arbeit direkt über die Schulter zu schauen, standen vor allem die jungen Besucher im Mittelpunkt des Programms. "Besonders wichtig sind uns Kreativangebote, die es auf einer gewöhnlichen Kirmes nicht gibt," erläutert der Leiter des Kulturbüros Olaf Moll das Konzept. Zusätzlich zum Malen, Schminken, Basteln und Toben konnten die Kleinen unter anderem auch Windmühlen anfertigen oder mit der Armbrust schießen.
"Die meisten Bewerbungen kommen definitiv von Ausstellern aus dem Bereich des Schmuckhandwerks. Das ist bei Verkäufern und Besuchern sehr beliebt," sagt Ute Godyla. So ist es auch mit dem Schmuckstand von Karin Bleckmann. "Unsere Produkte sind momentan sehr gefragt," verrät die Mutter aus Mönchengladbach. "Aber wir gehen nur auf die Märkte, die eine gewisse Atmosphäre und das besonderes Flair haben."
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