Dormagen (NGZ). Horrem Die Idee ist bereits Jahrzehnte alt, jetzt wird sie umgesetzt: Bereits kurz nachdem das Malerviertel im Norden Dormagens gebaut worden war, begann die Diskussion um eine Erweiterung des Neubaugebietes in Richtung Norden. Vor drei Jahren wurden die Pläne konkret, in dieser Woche beginnen die Arbeiten. Zwischen 300 und 350 Menschen sollen im „Nördlichen Malerviertel“ eine neue Heimat finden. Es ist das größte aktuelle Wohnbauprojekt im Dormagener Stadtgebiet.
Mit dem Baustart geht nicht nur ein Wunsch der Politiker, sondern auch vieler Bauinteressenten in Erfüllung. Denn die Lage zwischen Haberlandstraße, Zonser Straße, Norfer Straße und Kreisstraße 12, in der Nähe von Innenstadt, Bahnhof, Schulzentrum, Straberger See und Sportanlagen ist so attraktiv, dass die Wartelisten für ein Grundstück bereits gut gefüllt waren, bevor der erste Bagger angerollt war. Allein die Stadt, die im ersten Bauabschnitt rund die Hälfte der insgesamt 82 Flächen für den Bau von Einfamilienhäusern vermarktet, hatte bereits im Frühjahr 150 Anfragen registriert.
Konkret geplant sind 32 Grundstücke für freistehende Häuser, 44 für Doppelhaushälften und sechs für Reihenhäuser. „Die Vermarktung ist für das kommenden Jahr geplant“, erläutert der für Liegenschaften zuständige Fachbereichsleiter Bernd Blochwitz. Der genaue Preis der Grundstücke steht noch nicht fest. Während Mitte des Jahres jedoch noch davon ausgegangen worden war, dass Hauseigentümer rund 300 Euro pro Quadratmeter auf den Tisch legen müssen, steht inzwischen fest, dass der Preis deutlich niedriger liegen wird. „Die Grundstücke werden nicht teurer als im Zonser Märchenviertel“, sagt Ratshaussprecher Harald Schlimgen. Dort lagen sie zuletzt bei 275 Euro pro Quadratmeter.
Bevor die Häuslebauer loslegen können - je nach Wetterlage zwischen April und Juni des kommenden Jahres - müssen aber erst einmal auf einer Länge von 1,8 Kilometer Kanäle in dem Baugebiet angelegt und die etwa 750 Meter langen Erschließungsstraßen gebaut werden. „Wir beginnen mit den Arbeiten an der Norfer Straße, wo der Schmutzwasserkanal an das vorhandene Netz angeschlossen wird“, erläutert Thomas Gruteser vom Fachbereich Tiefbau, Verkehr und Grün.
Das Regenwasser aus dem Baugebiet wird dagegen zu einer Versickerungsanlage an der Kreisstraße 12 geführt. An das Straßennetz wird das Nördliche Malerviertel über die Haberlandstraße angebunden. Ein Fußweg führt außerdem zur Leiblstraße. Im Endausbau ist auch eine Verbindung zur Norfer Straße geplant. „Die Kosten für die Erschließung des ersten Bauabschnitts betragen rund 1,4 Millionen Euro“, so Gruteser.
Interessenten für die Grundstücke, deren Größe zwischen 290 und 670 Quadratmetern liegt, können sich ab sofort im Fachbereich Wirtschaftsförderung und Liegenschaften unter der Telefonnummer 0 21 33 / 257 479 melden. Ein erstes Inforundschreiben mit detaillierten Plänen wird Mitte Dezember an alle Bewerber versandt.
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