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Dormagen: Image von Horrem aufpolieren

VON PETRA SCHIFFER - zuletzt aktualisiert: 15.10.2008 - 21:38

Dormagen (NGZ). Wohnungsblocks sanieren, die Kindertagesstätte Rappelkiste erneuern, Hilfsangebote für Senioren schaffen, Angsträume beseitigen und den Ort sauber halten - diese Punkte gehören zum neuen Stadtteilkonzept Horrem.

Der neue Kinderspielplatz am Rath in Horrem ist vor wenigen Wochen eröffnet worden. Er ist nur eine von vielen Initiativen im Stadtteilkonzept für Horrem, die die Wohn- und Lebensqualität im Ort verbessern sollen.  Foto: H. Jazyk
Der neue Kinderspielplatz am Rath in Horrem ist vor wenigen Wochen eröffnet worden. Er ist nur eine von vielen Initiativen im Stadtteilkonzept für Horrem, die die Wohn- und Lebensqualität im Ort verbessern sollen. Foto: H. Jazyk

Horrem Manchmal sind Zahlen aussagekräftiger als groß angelegte Sozialstudien. In Horrem vermitteln sie jedenfalls eine eindeutige Botschaft. Und die lautet: Es muss etwas getan werden im Ort. Oder: „Wir brauchen eine Image-Offensive für Horrem - auf vielen unterschiedlichen Ebenen“, sagt Jürgen Schmitz, Sozialplaner im Dormagener Rathaus. Ein Stadtteilkonzept wird für den Bereich vom Abenteuerspielplatz bis zur Autobahn westlich der Knechtstedener Straße erstellt.

Rund 5900 Menschen leben in Horrem, 4600 von ihnen in dem skizzierten Bereich. 40 Prozent von ihnen haben nicht die deutsche Staatsangehörigkeit, über 60 Prozent der Kinder sind entweder selbst Ausländer, stammen aus Familien mit einem Migrationshintergrund oder einer Aussiedlerfamilie. „In den Kindergärten liegt dieser Anteil noch höher“, sagt Bürgermeister Heinz Hilgers.

Jeder fünfte Horremer ist heute schon 65 Jahre und älter, Tendenz steigend. Und jeder dritte Hartz-IV-Empfänger im Dormagener Stadtgebiet lebt in Horrem. „Wir wollen niemanden in eine Schublade stecken, aber das sind Zahlen, die wir nicht einfach ignorieren können“, so Hilgers.

Deshalb sei ein Gesamtkonzept notwendig geworden, das die Wohnsituation genauso umfasse wie die Themen Sicherheit und Sauberkeit, das sich mit der Lage von Senioren genauso beschäftige wie mit den Bedürfnissen von Kindern.

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Sozialwohnungen

Mehr als 2000 Sozialwohnungen gab es bislang in Horrem, doch bei den meisten läuft Ende des Jahres die Bindungsfrist aus. 754 gehören einem Einzeleigentümer, 1205 der Dormagener Baugenossenschaft. Weil nach wie vor der Bedarf für Sozialwohnungen im Stadtteil besteht, wird über Konzepte nachgedacht, wie ein Teil der Wohnungen saniert werden kann. Anschließend soll erneut eine öffentliche Förderung beantragt werden.

Quelle: NGZ


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