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Dormagen: Ineos-Brand: Viele Fragezeichen

VON CHRIS STOFFELS UND FRANK KIRSCHSTEIN - zuletzt aktualisiert: 05.11.2008 - 21:37

Dormagen (NGZ). Am Mittwochnachmittag wurde das Geheimnis gelüftet. Doch die Bürger, Manager und Experten sind auch nach der Vorlage des lange erwarteten TÜV-Gutachtens zum Ineos-Brand am 17 März nicht wesentlich schlauer.

Der 17. März 2008: Großbrand bei Ineos. Nach monatelanger Arbeit liegt seit Mittwoch das 800 seitige Gutachten des TÜV-Rheinland über das Unglück vor. Doch die mitentscheidenden Frage, wie das Leck in der Pipeline entstand, bleibt offen.  Foto: Hans Jazyk
Der 17. März 2008: Großbrand bei Ineos. Nach monatelanger Arbeit liegt seit Mittwoch das 800 seitige Gutachten des TÜV-Rheinland über das Unglück vor. Doch die mitentscheidenden Frage, wie das Leck in der Pipeline entstand, bleibt offen. Foto: Hans Jazyk

„Ursachen und Ablauf des Brandes konnten weitgehend aufgeklärt werden“, sagte am Mittwoch der nordrhein-westfälische Umweltminister Eckhard Uhlenberg in der Sitzung des Umweltausschusses des Landtags.

Allerdings mit einer gravierenden Einschränkung: „Wie es zu dem Leck an der Ethylen-Leitung kam, das den Brand ausgelöst hat, konnte bisher nicht ermittelt werden.“ Für viele Bürger - das zeigte sich bei den Versammlungen zu diesem Thema - war aber gerade das der entscheidende Punkt.

Uhlenberg hatte es kaum ausgesprochen, da tickerten über die Nachrichtenagenturen jedoch schon ganz andere Meldungen: „Großbrand im Chemiewerk - Arbeiter sollen Feuer ausgelöst haben“, meldete der Deutsche Depeschen-Dienst (ddp).

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Köln könnten Wartungsarbeiten an einer Gaspipeline das größte Feuer im Rheinland seit dem Zweiten Weltkrieg ausgelöst haben. Dies gehe aus einem Sachverständigengutachten hervor.

Mehr dazu lesen am Donnerstag in der Neuß-Grevenbroicher Zeitung.

Info
Der 17. März

Am 17 März kam es bei Wartungsarbeiten an der Ethylen-Pipeline zu einem Leck. Dieses Leck geriet in Brand. Das Feuer sprang auf einen mit Acrylnitril gefüllten benachbarten Tank über, der ebenfalls in Flammen aufging. Etwa 600 Einsatzkräfte löschten stundenlang, ehe sie den Großbrand unter Kontrolle hatten. Der Schaden beträgt 40 Millionen Euro.

Quelle: NGZ


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