Dormagen (NGZO). Das beliebte Jugendzentrum in Horrem platzt im Winter und bei Schlechtwetter aus allen Nähten. Die SPD-Fraktion geht nun in die Offensive: Aus Mitteln des Konjunkturpakets II sollen die Räumlichkeiten erweitert werden.
Horrem In der "Rübe" geht's nachmittags so richtig ab. Die Horremer Jugendeinrichtung ist beliebt, viele Kinder und Jugendliche nutzen täglich die Angebote. Mit der Folge: "Die Rübe" ist regelmäßig rappelvoll. "Wir hatten nach dem ersten Jahr schon Platzmangel", sagt Diplom-Pädagoge Andreas Stefen, der den Treff leitet. Er freut sich über den großen Erfolg. Im August 2006 eröffnet, ist es vor allem das große Außengelände, das "Die Rübe" von anderen Jugendeinrichtungen abhebt. Bei schlechtem Wetter und – so wie jetzt – im Winter drängt sich alles aber in viel zu kleinen Räumlichkeiten.
"Gut Drauf"-zertifiziert
"Die Rübe" in Trägerschaft des Diakonischen Werks wurde im September im Rahmen der Jugendaktion "Gut Drauf" als erste Kinder- und Jugendeinrichtung im Rhein-Kreis zertifiziert. Ausgezeichnet wurde, dass die Einrichtung sich unter anderem um die Verbesserung des Ernährungs- und Bewegungsverhaltens bemüht.
Die SPD-Fraktion will das Thema nun offensiv angehen. Für die Sitzung des Hauptausschusses am morgigen Donnerstag ist ein Antrag gestellt worden, in dem der Neu- oder Ausbau des Jugendzentrums auf die Tagesordnung kommen soll. Fraktionsvorsitzender Bernhard Schmitt spricht auf Nachfrage der NGZ von einer Maßnahme, bei der "mit 200 000 Euro Nutzbringendes realisiert werden könnte".
Die Mittel könnten aus dem Konjunkturpaket II stammen, sofern solche zur Verfügung stehen. Denn: Noch ist die Verlagerung der Feuerwache Zons nicht vom Tisch. Dadurch werden Gelder in Millionenhöhe gebunden. Doch Schmitt ist kritisch und glaubt nicht an eine schnelle Realisierung: "Für so ein Großprojekt wird das Zeitfenster langsam eng." Deshalb sei es nur sinnvoll, sich Gedanken darüber zu machen, wie das Geld kurzfristig auch anderweitig Verwendung finden könnte. Neben der "Rübe" wäre das aus Sicht der SPD-Fraktion beispielsweise auch ein möglicher Neubau des Familienzentrums "Rappelkiste". Auch hierzu wurde ein Antrag gestellt.
Das Horremer SPD-Ratsmitglied Martin Voigt betont mit Blick auf die Umsetzung von Plänen für "Die Rübe" die "gute Arbeit", die dort von Beginn an geleistet worden sei. "Das Potenzial ist ausbaufähig." Das vorhandene Areal biete die notwendigen Voraussetzung, räumliche Erweiterungen vorzunehmen. Und die könnten, ergänzt sein Fraktionskollege Schmidt, vielleicht auch für Veranstaltungen genutzt werden. "Das muss nichts Luxuriöses sein", sagt er.
Was der "Rübe" kräftig zu schaffen macht, ist im "Dreizack" in Nievenheim übrigens kein Problem. "Wir haben Platz", sagt Teamleiterin Anke Ritter-Pakulat. Gleiches gelte auch für die "Sprung(s)chance", wenngleich der Fokus dort mehr auf der Beratung liegt.
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