Dormagen (NGZ). Dormagen Vom Solarboom in Dormagen ist jetzt auch die evangelische Kirche erfasst: Sie will auf dem Dach der Christuskirche in der Stadtmitte Solarzellen installieren. Das Projekt wäre die sechste Bürgersolaranlage im Stadtgebiet.
Seelenabschuss-Rampe! Nach dem Bau der Christuskirche in der Dormagener Stadtmitte dauerte es nicht lange, bis das evangelische Gotteshaus seinen Spitznamen hatte. Nicht alle Dormagener mochten damals die moderne Architektur mit dem flachen Schrägdach und dem markanten Kirchturm.
Jetzt ist es jedoch genau diese Konstruktion des Daches, die Geld in Kasse der evangelischen Gemeinde spülen soll. Das Presbyterium hat beschlossen, dass auf der Christuskirche Solarzellen installiert werden sollen, die Strom produzieren. „Das Gebäude ist ideal gelegen“, sagt Pfarrer Frank Picht.
Die evangelische Gemeinde will eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) gründen, an der sie selbst Anteile erwerbe. Diese Gesellschaft solle die Anlage betreiben. Gleichzeitig sei die Kirchengemeinde „Dachgeberin“. „Wir möchten nach dem Prinzip der Bürgersolaranlagen arbeiten, die in Dormagen ja sehr erfolgreich laufen“, sagt Picht.
Das bestätigt Anna Janoschka, Beraterin im städtischen Umweltbüro. „Hinter uns liegen zwei Solarboom-Jahre“, sagt sie. Mehr als 250 Haushalte würden in Dormagen inzwischen durch Sonnenstrom versorgt. Nicht nur rund 135 private Dächer im Stadtgebiet seien mittlerweile mit Solarzellen bedeckt. Auch die Nachfrage nach Bürgersolaranlagen sei groß.
Nach der ersten Anlage dieser im Jahr 2004 seien in den vergangenen 20 Monaten drei weitere auf dem Dach der Theodor-Angerhausen-Grundschule, der Regenbogenschulen in Rheinfeld und des Kulturhalle entstanden. Eine fünfte ist auf dem Dach der Realschule am Sportpark geplant.
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