Dormagen (NGZ). Zons Endlich ist der Sommer eingezogen - und für viele Kinder und Erwachsene beginnt die Märchenzeit.Die Märchenspiele auf der Freilichtbühne der Zollfeste Zons feierten den Auftakt der Saison. Von anfänglichen Regenschauern ließen sich weder die Schauspieler noch das Publikum um die erfolgreiche Premiere des aktuellen Märchenspiels „König Drosselbart“ bringen.
Vizebürgermeister Hans Sturm eröffnete die Saison zwar mit der scherzhaften Bitte an Petrus, er möge doch nun den Wasserhahn abstellen, doch wettertechnisch hatte der Verein Märchenspiele Zons e.V. dieses Jahr bereits vor der Premiere des Stückes nur wenig Glück gehabt. „Wir proben zwar seit Januar, doch viele der Termine sind leider ausgefallen, weil es zu stark geregnet hat“, so Geschäftsführerin Lisa Krumbein anlässlich der Generalprobe am Samstag.
Insgesamt habe sich der Verein aber an Wochenenden und Feiertagen doch genügend oft auf die Saison vorbereiten können, sagte der erste Vorsitzende Josef Tesch. „Es gab 25 Tanzproben und 23 Sprechproben.“
Bevor das Märchen eingeübt worden konnte, musste jedoch erst das Drehbuch angefertigt werden. „Nachdem wir uns im Vorstand zwischen fünf Märchen für die Aufführung von ‚König Drosselbart’ entschieden hatten, hat unser Regisseur Jürgen Reinecke das Textbuch wie immer selber erstellt“, so Tesch.
Obwohl die Freilichtbühne im Jahre 1935 ursprünglich erbaut worden war, um den Besuchern die Historie der Zollfeste Zons zu erklären, hat sich seit der Nachkriegszeit die Inszenierung von Märchen durchgesetzt. So kam es, dass seit nun mehr 47 Jahren jeden Sommer von Juni bis September nur noch Märchen auf der Freilichtbühne aufgeführt werden. Dass die Entwicklung von der Lehrbühne zum Märchenspiel die Richtige war, bezeugen die Zahlen. Mehr als 10 000 Besucher zählte der Verein Märchenspiele Zons im vergangenen Jahr.
„Die letzte Saison war ein großer Erfolg. Ob es dieses Jahr wieder so viele Besucher geben wird hängt allerdings ganz vom Wetter ab.“, erklärte Krumbein. Tatsächlich verstehen viele Zuschauer die alljährlichen Auftritte der Volkstanzgruppe als ein Stück Tradition und Kindheitserinnerung. „Früher hat meine Großmutter mich immer zu den Aufführungen mitgenommen.
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