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Dormagen: Kohnacker: Verkehrs-Varianten

VON JENS KRÜGER - zuletzt aktualisiert: 03.05.2010 - 12:02

Dormagen (NGZ). Erhöhte Verkehrsbelastung fürchten die Anwohner von Delrath und Nievenheim, sollte das Gewerbegebiet "Kohnacker" und damit ein Logistiker kommen. Experten erklären mögliche Verkehrswege und Probleme.

Klicken Sie zum Vergrößern auf das Bild!  Foto: Grafik: KLXM
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In Delrath laufen die Bürger Sturm gegen das geplante Gewerbegebiet "Kohnacker". Langsam wächst nun auch Widerstand in Nievenheim. Dort fürchten die Bürger noch mehr Verkehr auf der ohnehin schon überlasteten Neusser Straße. Die NGZ hat bei Experten nachgefragt, wie sich die mögliche Ansiedlung eines Logistikers auf den Verkehr auswirken könnte.

Welche Ziele Logistikunternehmen ansteuern würden Claus-Peter Woitschützke, Logistikexperte vom Berufsbildungszentrum Dormagen, erklärt: "Von Dormagen aus werden insbesondere drei Knotenpunkte angesteuert: Die Firma Trimodal im Neusser Hafen, das Eifeltor in Köln und die Firma UCT in Stürzelberg als Umschlagunternehmen." Sebastian Hopf von UCT bestätigt: "Wir könnten den Umschlag machen." Für den Umschlag von Gefahrgütern fehlt UCT aber die Genehmigung.

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Der Streit

Eine Bürgerinitiative in Delrath kämpft gegen die Realisierung des geplanten Gewerbegebiets "Kohnacker". Die Anwohner fürchten, eingekesselt zu werden: Im Westen verläuft die Bahnlinie, im Osten die A57 und im Norden könnte der Autobahnanschluss Delrath gebaut werden. Im Süden würde das Gewerbegebiet "Kohnacker" angesiedelt.

Wie hoch die Verkehrsbelastung werden könnte Das wäre stark von der Art des Logistikunternehmens abhängig. "Würde ein Textilunternehmen sein Umschlaglager am Kohnacker einrichten, wäre der Verkehr überschaubar", sagt Woitschützke. Würde eine Spedition dagegen ein so genanntes "Hub", also eine Drehscheibe, dort einrichten, könnte die Verkehrsbelastung hoch sein. Woitschützke: "Würde sich etwa ein Unternehmen wie UPS ansiedeln, könnten dort viele Kurierfahrzeuge entlangfahren."

Mögliche Wege eines Logistikers Richtung Norden Die NGZ spielt vier hypothetische Szenarien durch (siehe Karte). Richtung Norden: Um auf die A57 nach Neuss zu gelangen könnte ein Logistiker den Weg über die Neusser Straße durch Nievenheim und über die A46 wählen. Denkbar ist auch die Strecke über den Johann-Blank-Weg und die St.-Peter-Straße auf die B9. Peter Johann von der Bürgerinitiative fürchtet, dass Lastwagen auch durch Delrath über den Zinkhüttenweg fahren könnten.

Mögliche Wege eines Logistikers Richtung Süden Wahrscheinliche Variante ist der Verkehr über die Neusser Straße Richtung Anschlussstelle Dormagen. Elegant wäre es, über die Raststätte Nievenheim eine Zufahrt zu schaffen. Jacobs glaubt, dass das vom Bundesverkehrsministerium nicht erwünscht sei. Das Ministerium hat sich auf Nachfrage nicht geäußert. Woitschützke: "Logistiker nehmen nicht unbedingt den kürzesten Weg, sondern den schnellsten."

Die Wege über A57 oder B9 Frank Kirchner, Niederlassungsleiter bei Transalkim in Dormagen, meint: "Aufgrund der Baustelle am Kreuz Neuss-Süd ist die A57 für Logistiker unattraktiv." Durch die Spedition Offergeld, die einen Großteil der Verkehre über die B9 abwickelt, ist dieser Weg ebenfalls stark belastet. Die Strecke über den Anschluss Dormagen ist durch den Bayer-Verkehr stark frequentiert.

Welchen Einfluss der geplante Autobahnanschluss Delrath hat "Interessierte Firmen werden die Anbindung prüfen", sagt Woitschützke. Die Umsetzung der Logistik-Ansiedlung könnte innerhalb kurzer Zeit passieren. Kirchner: "Das hat man bei Fiege gesehen."

Quelle: NGZ


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