Dormagen (NGZ). Dormagen Quirliges, pulsierendes Leben auf der „Kö“, attraktive Angebote, Hingucker in den Schaufenstern, Schnäppchen bei einigen Anbietern an der Kölner Straße, interessante Immobilien inklusive lohnender Finanzierungstipps - die Dormagener Innenstadt zeigte sich am Wochenende von ihrer besten Seite.
Einige Lokale in der City hatten bereits die Stühle nach draußen gestellt; viele Besucher hatten die Wintermäntel gegen leichte Jacken getauscht. Nach der Winterpause schienen viele darauf gewartet zu haben, endlich wieder am Sonntag ein Einkaufserlebni geboten zu bekommen.
Die Erfahrungen der Händler entlang der Einkaufsmeile waren zwar wie üblich höchst unterschiedlich.Dennoch: Viele Kunden waren mit Einkaufstüten unterwegs.Und viele Besucher der Innenstadt kommen aus dem Umland, vor allem aus dem Neusser Süden und dem Kölner Norden, Pulheim, oder Stommeln.
Für alle, die sich mit dem Gedanken trägt, ein Haus oder eine Wohnung zu kaufen oder zu verkaufen, war das Zelt vor dem Rathaus eine Pflichtstation. Wohl nirgendwo sonst kann sich der Kunde in kurzer Zeit einen Überblick über das derzeitige Immobilienangebot in Dormagen und Umgebung machen. Gefragt sich nach Angaben von Klaus Tosetti von der Sparkasse Neuss vor allem Häuser in einem Preisrahmen von 200 000 bis 250 000 Euro.
Tosetti: „Dafür nehmen die Kunden auch ältere Gebäude und umfangreiche Sanierungs- und Renovierungsarbeiten in Kauf.“ Ähnlich Heinrich Ostendorf, Dormagener Repräsentant der Bausparkasse LBS: „Es besteht ein sehr hohes Interesse an bezahlbaren Immobilien. Die Preisklasse über 400 000 Euro ist dagegen zurzeit schwer zu vermitteln.“
Tosetti zufolge lockt das nach wie vor günstigen Zinsniveau die Käufer. Uns so haben auch die Immobilien-Finanzierer gut zu tun an diesen beiden Tagen. Peter Pöller von den LVM-Versicherungen: „Die Nachfrage nach günstigen Finanzierungsmöglichkeiten ist enorm.“
Allerdings hat das städtische Immobilienangebot offenbar einen kleinen Durchhänger. Große Baugebiete wie Nievenheim, Rheinfeld oder Hackenbroich sind abgeschlossen. „Aktuell bieten wir vor allem das Gebiet an der Haberlandstraße nördlich des Malerviertels an“, erklärt Jürgen Meister vom städtischen Service Wirtschaftsförderung und Liegenschaften.
Für die Grundstücke dort mit Größen von 280 und 480 Quadratmetern gibt es einen regelrechten Boom, die Angebote können nicht alle bedient werden. Und so entwickelt sich bereits regen Interesse für das Baugebiet „Im Gansdahl“ bei Delhoven, das zurzeit noch politisch beraten wird. „Dazu können wir den Kunden noch zu wenig Konkretes sagen“, so Meister.
Doch nicht nur Neubauten sind rege gefragt. Heinrich Ostendorf: „Es kommen mit Beginn der Gartenarbeit viele Immobilien auf den Markt, die von Menschen abgegeben werden, denen das Eigenheim im Alter zu groß geworden ist.“
Die Immobilientage - deutlich besser angenommen als bei der Erstauflage 2006 - passte bestens in den Rahmen des munteren Auftakt des Dormagener Sommers. An fast allen Wochenenden bis Ende Oktober sind kleinere und größere Aktivitäten auf der zentralen Einkaufsmeile geplant. Im Gegensatz zu anderen Städten wollen die Dormagener das Kontingent von vier verkaufsoffenen Sonntagen voll ausschöpfen.
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